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Burgwedel

Motte statt Prozessionsspinner – keine gefährlichen Raupen in Fuhrberg

Die Raupen der Gespinstmotte haben einen kleinen Baumsprössling befallen.

Die Raupen der Gespinstmotte haben einen kleinen Baumsprössling befallen.

Fuhrberg.Entwarnung für Fuhrberg: Die Gespinste, die derzeit gleich mehrere kleine Bäume an der Hannoverschen Straße einhüllen, stammen nicht von gefährlichen Eichenprozessionsspinnern. Das hatte zunächst unser Leser Axel Jenssen vermutet und sowohl die Stadtverwaltung als auch unsere Redaktion verständigt. „Die Raupen von Gespinstmotten haben sich über die Pflanzen hergemacht“, erklärt Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert nach einer Überprüfung. Und die sind – zumindest für Menschen – ungefährlich.

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Pflanzen können sich vom Befall wieder erholen

Gleich mehrere Hundert Tiere hängen an den Baumsprösslingen an der Hannoverschen Straße. In wenigen Tagen werden sie sich in Schmetterlinge verwandeln. Derzeit aber sind die Pflanzen mit einem dichten, weißen Netz überzogen. Die meisten Blätter sind abgefressen. Zwangsläufig absterben werden die jungen Bäume und Sträucher aber dennoch nicht. „Sind sie kräftig genug, dann können sie sich wieder erholen“, sagt Schubert.

Eichenprozessionsspinner ist auch für Menschen gefährlich

Auch wenn es in diesem Fall ein Fehlalarm war, der Umweltkoordinator freut sich über die Hinweise aus der Bevölkerung. "Davon erreichen uns jedes Jahr gleich mehrere", sagt er. "Zum Glück war da bislang noch keine Sichtung des Eichenprozessionsspinners dabei." Denn der ist ungleich gefährlicher für Menschen. Die langen feinen Härchen der Raupen lösen bei Berührung starke Hautreaktionen aus. Außerdem können sie vom Wind über weite Strecken getragen werden. Werden die Härchen dann eingeatmet, können sie Bronchitis oder einen schmerzhaften Husten auslösen.

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Auch wenn Burgwedel bislang vom Eichenprozessionsspinner verschont blieb, der Umweltkoordinator ist sich sicher: „Irgendwann werden die Tiere auch bei uns auftauchen. Eigentlich sind sie in Süddeutschland beheimatet, aber sie breiten sich immer weiter aus.“ Für den Fall, dass die Raupen tatsächlich einmal in Burgwedel gesichtet werden, hat die Stadt bereits Vorkehrungen getroffen. „Wir haben einen Vertrag mit einer Firma für Schädlingsbekämpfung geschlossen. Deren Mitarbeiter können kurzfristig anrücken und auch einen größeren Befall bekämpfen“, sagt Schubert.

Lange Härchen verraten den Schädling

Und der Umweltkoordinator hat auch einen Tipp parat, wie sich die beiden Tierarten auseinanderhalten lassen: „Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gut an ihren langen Härchen zu erkennen. Fehlen diese, handelt es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um die Gespinstmotte.“ Bald ist sowieso Schluss mit den weißen Netzen auf Bäumen und Sträuchern: Nach dem Johannistag am 24. Juni sollten keine Raupen mehr zu finden sein. Weder von der Gespinstmotte noch vom Eichenprozessionsspinner.

Von Thomas Oberdorfer

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