Burgwedel

Schicksal eines Obdachlosen bewegt viele Bürger

Die Hinterlassenschaften der Hilfsaktion für den Obdachlosen.

Die Hinterlassenschaften der Hilfsaktion für den Obdachlosen.

Großburgwedel. Das Schicksal eines augenscheinlich obdachlosen Mannes hat am Wochenende viele Burgwedeler bewegt – und im sozialen Netzwerk Facebook für Dutzende von Kommentaren und einige Hilfsangebote gesorgt.

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Der ältere Mann, der unbestätigten Angaben nach aus Griechenland stammt, hatte eine Burgwedelerin am Sonnabendmittag nach einem Quartier für die Nacht gefragt. In der anschließenden Diskussion im sozialen Facebook hagelte es Nachfragen zu seinem Zustand, seinem momentanen Aufenthaltsort und möglichen Kontaktadressen für obdachlose Menschen in Burgwedel. Mehrere Internetnutzer besuchten den Mann eigenen Angaben nach in seinem Nachtquartier – einem Buswartehäuschen in der Innenstadt – und brachte ihm warme Kleidung, einen Schlafsack und heiße Getränke vorbei. Das Angebot, ihm eine Übernachtung zu bezahlen, soll der Mann aber abgelehnt haben – mit dem Hinweis, dass danach der Wechsel zurück in die Kälte zu anstrengend für ihn sei.

Am Sonntagmittag war der Mann dann verschwunden. Eine Polizeistreife sammelte nach einem Hinweis eines Autofahrers gegen 12.30 Uhr an der Bushaltestelle die mutmaßlichen Hinterlassenschaften der Hilfsaktion ein – darunter eine Isomatte und eine Tasche mit einem Schlafsack. Melden sich die Besitzer bis dahin nicht, dann gibt die Polizei die Stücke am Montag ans Fundbüro weiter.

Die Polizei Großburgwedel war laut der diensthabenden Beamtin in den vergangenen Tagen mehrfach Hinweisen auf Obdachlose nachgegangen. Wenn man sie antreffe, so biete man ihnen Hilfe an - die aber nicht immer gewollt sei. Bei medizinischen Notfällen werde ein Rettungswagen hinzugezogen, sonst könne man im warmen Foyer der Wache einen Platz zum Aufwärmen anbieten. Außerdem habe die Polizei auch an Wochenenden Zugriff auf Plätze in städtischen Unterkünften, so die Beamtin. Allerdings habe die Polizei in solchen Fällen kein Recht, jemanden gegen seinen Willen mitzunehmen.

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Von Frank Walter

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