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Amtshof

The Cast entstaubt Arien mit viel frischem Wind

Ob bekannte Arien, Facetten aus Musical oder Operette: Erfrischend und befreiend schön war die Show von „The Cast“im Amtshof.

Ob bekannte Arien, Facetten aus Musical oder Operette: Erfrischend und befreiend schön war die Show von „The Cast“im Amtshof.

Burgwedel.Das war’s mal wieder: Der „Kulturelle Frühling“ der Stadt Burgwedel endete am Freitagabend – aber was für Ende? Fulminant, schwungvoll, erfrischend fröhlich und mit viel Applaus. Wie das bei einem Opernabend?

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„The Cast“ – auf deutsch: die Besetzung – wobei die Betonung auf „Die“ liegt, bezeichnat sich selbst als Opernband. Das sagt schon fast alles aus übers Repertoire: Arien von Verdi, Puccini oder Mozart, Facetten aus Musical und Operette. Auf den ersten Blick also ein „Best of the Opera“. Dazu passte das Bühnenbild mit den Balkonetagen der Mailänder Scala. Das kennt man, nichts Neues also?

Dieses Sextett entstaubt Operanrien grandios.

Dieses Sextett entstaubt Operanrien grandios.

Falsch. Die sechs Sänger - drei Frauen, drei Männer – und der Pianist von „The Cast“ machten bei ihrer Show im Amtshof so einiges anders. Die Multikulti-Gruppe aus Kanada, USA, Deutschland, Chile und China hat eine Nische gefunden, bekannte Arien auf unkonventionelle Art und Weise zu präsentieren, die einfach Spaß macht. Bariton Till Bleckwedel, der einzige Deutsche in der „Besetzung“, betrat als erster die Bühne und mahnte mit ernstem Gesicht strenge Regeln an, schließlich sei man ja bei einem Opernabend.

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Das Bühnenbild macht den Amtshof zur Scala.

Das Bühnenbild macht den Amtshof zur Scala.

„Fotografieren oder filmen mit dem Handy“ – „... geht bei uns immer“, lachte er dann ins Publikum. Auch Klatschen zu jeder Zeit war erwünscht. Ohne Abstriche an die Qualität des Gesangs fegten das Sextett plus Pianist Yu Chen mit viel frischem Wind den Staub von alten Arien. Das wirkte einfach befreiend. War so also die Zeit, als Arien noch Gassenhauer waren, die in der Oper gefeiert und auf den Gassen gesungen wurden? „Wir krempeln das betagte Genre wie einen alten Socken auf links“, erklärte Sopranistin Bryn Vertesi, die Gründerin, die Herangehensweise von „The Cast“ – und was zum Vorschein kam, war berauschend opulent.

Von Jürgen Zimmer

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