Garbsen

Frauen lernen Fahrradfahren mit Help

Andrea Griesel von der Stiftung Help überreicht Fadia Jameh eine Warnweste.

Andrea Griesel von der Stiftung Help überreicht Fadia Jameh eine Warnweste.

Auf der Horst. Bis zur letzten Minute vor der Übergabe der Urkunden hat Fadia Jameh ihre Runden mit dem Fahrrad auf dem Schulhof der Grundschule Saturnring gedreht. Sie ist eine von insgesamt zehn Frauen und einem kleinen Mädchen, die am Fahrradkurs für Migranten teilgenommen haben. Diesen hat die Stiftung Help schon zum 13. Mal angeboten. „Wir sind der Stadt dankbar, dass sie uns in den Herbst- und den Osterferien dafür die Saturnringschule zur Verfügung stellt“, sagte Andrea Griesel, Projektleiterin bei Help.

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ADFC und Polizei unterstützen beim Fahrradkurs

Unterstützung erhalten Griesel und ihre Kollegen auch vom ADFC. Werner Meyer, Karl-Heinz Giese, Manfred Kern und Gabi Lambrecht liefen so lange neben den Frauen her, bis sie genug Sicherheit auf dem Rad hatten. Außerdem prüften sie den Zustand der Räder, drehten Sättel und Lenker tiefer oder höher. Die gespendeten Räder gehören der Stiftung Help und stehen im Fahrradkeller der Schule. Dafür dürfen die Schüler diese auch für die Fahrradprüfung nutzen. „Wir können aber noch Kinderräder gebrauchen, die 24 Zoll und kleiner sind“, sagte Griesel. Wer spenden möchte kann sich unter Telefon (0511) 64642992 oder griesel@stiftung-help.de an sie wenden.

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Teilnehmerinnen üben täglich drei Stunden

Die Frauen haben zwei Wochen lang drei Stunden täglich das Radfahren geübt. Am ersten Tag bekamen sie eine Einweisung vom Kontaktbeamten der Polizei, Guido Parbs. Er klärte über Verkehrszeichen und -regeln sowie die Sicherheit des Rades wie Bremsen, Beleuchtung und Reflektoren auf. Dann ging es aufs Rad. Die Frauen seien hartnäckig und tapfer gewesen, sagt Griesel. „Sie fallen hin, stehen auf und fahren weiter.“ Vier Sprachen waren in dem Kurs vertreten: Türkisch, Kurdisch, Farsi und Arabisch.

Unabhängig durchs Radfahren

Für die Frauen bedeutet es viel, dass sie Radfahren können. „Sie sind unabhängiger, können damit auch einkaufen fahren und freuen sich auf gemeinsame Radtouren mit ihren Kindern“, sagte Griesel. Die Kinder können meistens schon fahren. Da die Familien meist mit wenig Geld auskommen müssen, bedeutet das Radfahren auch ein Stück Freizeitgestaltung – gerade bei den Flüchtlingsfamilien. Daher nahmen die Frauen stolz und erfreut ihre Urkunden entgegen. Von Help gab es noch eine Warnweste dazu, von der Polizei eine Broschüre mit dem Titel „Sicher auf dem Fahrrad“.

Garbsen mit dem Rad erobern

Stadtrat Walter Häfele richtete seinen Dank an Help und die Mitglieder des ADFC – und an die Frauen. „Sie waren bereit den Kurs zu machen. Dadurch kommen sie mit Menschen zusammen, machen etwas gemeinsam und sind jetzt mobil“, sagte er. Er freue sich, wenn die Frauen dranbleiben und Garbsen mit dem Rad eroberten.

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Von Anke Lütjens

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