Entsorgung

Stadt und Centermanagement sind dafür: Kommen die Altglascontainer am Planetencenter in Garbsen?

Der Park-and-Ride-Bereich auf dem Parkplatz des Planetencenters: Stehen hier bald Altglascontainer?

Der Park-and-Ride-Bereich auf dem Parkplatz des Planetencenters: Stehen hier bald Altglascontainer?

Auf der Horst. Eingefleischte Garbsenerinnen und Garbsener werden sich noch daran erinnern: Bis zum Umbau im Jahr 2014 hatte Garbsens Planetencenter noch eine Wertstoffinsel mit Entsorgungsmöglichkeiten für Altglas und Co. Doch im Rahmen der großen Modernisierung vor acht Jahren verschwanden nicht nur Einzelhandelsgeschäfte wie Hit oder Karstadt, sondern auch die Altglascontainer.

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Der ehemalige Ratsherr Karl-Otto Eckartsberg wünscht sich die Container auf dem Gelände des Planetencenters schnellstmöglich zurück. "Es wäre doch einfacher, wenn ich mein Glas direkt wieder dort abgeben kann, wo ich es bekommen habe", sagte der 72-Jährige kürzlich gegenüber der HAZ/NP-Lokalredaktion. Jetzt haben sich die Verantwortlichen des Planetencenters, die Stadt Garbsen und das kommunale Entsorgungsunternehmen Aha zur Thematik geäußert.

Hat von der Stadt und dem Centermanagement recht bekommen: Ex-Ratsherr Karl-Otto Eckartsberg.

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Stadt und Centermanagement machten sich bereits stark

Die Stadt Garbsen und das Centermanagement haben nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Sommer einen Antrag für eine Wertstoffinsel auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums beim Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) gestellt. „Die Stadt hat seit dem Umbau des Planetencenters mehrfach Bestrebungen angestellt, wieder eine Wertstoffinsel auf dem Parkplatz zu installieren, und steht einem solchen Vorhaben auch nach wie vor sehr positiv gegenüber“, bestätigte Stadtsprecher Benjamin Irvin.

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Planetencenter-Chef Stefan Sahr wurde damals von einem seiner Mieter gebeten, über Altglascontainer auf dem Centergelände nachzudenken. Kunden hätten den Wunsch mehrmals in den Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels geäußert. „Wir stehen der Sache grundsätzlich positiv gegenüber, da das auch einen Mehrwert für unsere Kunden darstellen würde“, sagte Sahr. Er kann sich die Container am ehesten auf den Park-and-Ride-Parkplätzen vorstellen, die am westlichen Ende des Geländes liegen.

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Steht der Idee von Glascontainern auf dem Center-Parkplatz offen gegenüber: Planetencenter-Manager Stefan Sahr.

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Aha erteilt Absage

Doch Aha machte den Plänen der Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung: Am 1. Juli 2021 erteilte der Abfallentsorger der Stadt Garbsen und dem Centermanagement eine Absage. „Die Abfallwirtschaft Region Hannover Aha hat uns am 1. Juli per E-Mail mitgeteilt, dass der damalige Glasentsorger keinen übermäßigen Druck auf seine im Umfeld des Planetencenters eingesetzten Glasbehälter bei den Stoffströmen verspürt und daher kein gesteigertes Interesse an einer zusätzlichen Wertstoffinsel mit entsprechendem betrieblichen Aufwand auf dem Areal hat“, sagte Stadtsprecher Irvin.

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An dieser Ansicht scheint sich beim Abfallentsorger bis heute auch nichts geändert zu haben. „Aus unserer Sicht gibt es keine Entsorgungslücke. Das Quartier ist mit Standorten im öffentlichen Bereich bereits ausreichend versorgt. So ist der nächste Standort, die Aha-Wertstoffinsel ’Im Kleegrund’, lediglich 300 Meter entfernt“, bekräftigte Helene Herich von der Aha-Unternehmenskommunikation erst vor wenigen Wochen.

Sie soll Altglascontainer auf dem Gelände des Planetencenters obsolet machen: Die Wertstoffinsel „Im Kleegrund“.

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Eckartsberg gibt nicht auf

Trotz der Absage des kommunalen Entsorgungsunternehmens möchte Karl-Otto Eckartsberg nicht so schnell aufgeben. Er möchte nun nach Bündnispartnern suchen und Aktionstage mit Unterschriftensammlungen organisieren. Zumindest die Kunden des Planetencenters scheint er auf seiner Seite zu haben. „Das fände ich sehr angebracht. Vor allem gibt es hier keine Anwohner, die gestört würden“, sagte Gudrun Garbe überzeugt nach ihrem Einkauf.

Bis Garbsenerinnen und Garbsener ihr Altglas auf dem Gelände des Planetencenters loswerden können, dürfte es allerdings noch einige Monate dauern. „Das wird so oder so ein langer Prozess“, kündigte Centermanager Sahr an. So müsse er sogar Verträge mit den Mietern überarbeiten, da Parkplatzkontingente fest in den Konditionen verankert seien.

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