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Garbsen

JKG-Schulleiter Dieter Schwandt wird verabschiedet

Dieter Schwandt (links) erhält von Christian Stock, schulfachlicher Dezernent der Landesschulbehörde, die offizielle Urkunde des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Verabschiedung.

Dieter Schwandt (links) erhält von Christian Stock, schulfachlicher Dezernent der Landesschulbehörde, die offizielle Urkunde des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Verabschiedung.

Auf der Horst. Er ist Kommunikator, Netzwerker, Koordinator – ein Manager: Dieter Schwandt, seit zehn Jahren Schulleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG). Darüber waren sich alle Redner einig, die den 65-jährigen Pädagogen am Dienstag vor mehr als 200 Gästen in der Aula des Schulzentrums am Planetenring in den Ruhestand verabschiedet haben. Seit 2008 war Schwandt Schulleiter am JKG, davor zwölf Jahre Leiter der Sekundarstufe II an der IGS Garbsen.

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„Ihre mehr als 40-jährige Berufstätigkeit war geprägt von Kontinuität und Wandel“ sagte Dezernent Christian Stock von der Landesschulbehörde. Schwandt, der Deutsch, Politik und Wirtschaft unterrichtete, lehrte, bevor er nach Garbsen kam, an der Tellkampfschule in Hannover. Trotz weniger Schulstationen habe es dennoch reichlich Bewegung in Schwandts Berufstätigkeit gegeben, sagte Stock: zahlreiche Schulreformen, der Weg zur eigenverantwortlichen Schule, die inklusive Schule, G8 – also das Abitur nach zwölf Jahren – und der Weg zurück. Auch die Schülerschaft habe sich im vergangenen Jahrzehnt stark verändert. Schwandt habe immer passend zum Stadtteil Auf der Horst eine offene Schule propagiert. Er habe sich dafür eingesetzt, dass auch Kinder aus sogenannten bildungsfernen Familien zum Abitur geführt werden.

Dank für Zusammenarbeit

„Sie haben Mut bewiesen, auf diese Herausforderungen reagiert und die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Stock. Das JKG habe sich zu einer modernen Schule entwickelt. Das Leitbild, das Schulprogramm und auch die Konzepte zum Fördern und Fordern sowie zur Inklusion trügen Schwandts Handschrift. Im Mittelpunkt seiner Arbeit habe stets die Frage gestanden, welche Schule für das jeweilige Kind am besten sei – „abseits von bildungsideologischen Diskussionen über Schulformen“, so Stock. Dabei habe Schwandt immer ausgestrahlt, dass das JKG einen hohen Anspruch habe, sagte Bürgermeister Christian Grahl, und dankte dem Pädagogen für die absolut verlässliche Zusammenarbeit.

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Schwandts Stellvertreterin Stefanie Miersch lobte die enge Vernetzung mit Schulkollegen in Garbsen und in der Region, die der 65-Jährige mit viele Energie vorangetrieben habe. Schwandt sei zudem ein Vorbild für eine offene Kommunikation, seine Bürotür habe (fast) immer offen gestanden. „Man konnte Sie alles fragen und Sie konnten fast alles beantworten“, sagten die Elftklässler Anna Seidenstücker und Bengt Kempermann aus Schwandts aktuellem Politikkurs. „Die Arbeit als Lehrer hat mir immer Spaß gemacht“, sagte Schwandt . „Aber jetzt hat das Private Vorrang.“ Zur Nachfolge gibt es noch keine offiziellen Informationen der Landesschulbehörde.

Von Jutta Grätz

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