Marienwerder

Kloster hat eine neue Chefin

Foto: Die bisherige Äbtissin Christel Lehmann (links), Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas und Rosemarie Meding gehen in die Klosterkirche.

Die bisherige Äbtissin Christel Lehmann (links), Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas und Rosemarie Meding gehen in die Klosterkirche.

Garbsen. Auch als Altäbtissin will Lehmann weiterhin im Kloster wirken. Die 52-jährige Meding hatte zuvor als Oberin in einem Diakonissen-Mutterhaus bei Bremen gearbeitet. In der Feier am Freitag erhielt sie als Zeichen ihrer neuen Rolle Siegel und Schlüssel für das Kloster. Durch die besondere Rolle der Klöster hatte der Gottesdienst nicht nur kirchliche, sondern auch weltliche Anteile.

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Die neue Äbtissin Rosemarie Meding musste am Freitag nicht nur Treue gegenüber dem Wort Gottes, sondern auch gegenüber den weltlichen Gesetzen versprechen. Denn das Kloster Marienwerder gehört der Klosterkammer, einer Stiftung unter der Regie des Landes. Auch hatte sie die Nachfolgerin von Christel Lehmann per Stellenanzeige gesucht. Für das geistliche Leben im Kloster ist indes die evangelische Landeskirche zuständig. Ihre Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann erinnerte in ihrer Predigt an die Dinge, die Lehmann in ihren mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze bewegt hat. So wurden vor dem 800-jährigen Klosterjubiläum im Jahr 1996 die Räume des klostereigenen Pflegeheims saniert, außerdem brachte Lehmann sich bei der Stiftungsgründung, im Bibelzentrum und bei Ausstellungen stark ein. „Hier ist ihr Herz tief verwurzelt“, stellte Spieckermann fest. Und Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas bescheinigte ihr: „Alle konnten spüren, dass Sie Ihre Aufgabe als Berufung verstanden haben.“ Dafür dankte er: „Im Namen all derer, für die Sie da gewesen sind.“ An dieser Stelle erhob sich Applaus in der voll besetzten Klosterkirche. Rosemarie Meding soll das Kloster nun in die Zukunft führen. Die Pflege läuft wegen des stark gestiegenen Verwaltungsaufwands mittlerweile unter der Regie des Stephansstifts. Die Klosterdamen – derzeit sind es vier Konventualinnen – kümmern sich aber weiterhin um Seelsorge und Alltagsbegleitung der zu Pflegenden.

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