Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Garbsen

Kunstwerk aus Bändern schmückt den Altar

Der Altar-Schmuck aus den Hoffnungsbändchen ist ein Gemeinschaftswerk von Renate Reimann (von links), Evi Kleimann, Rosemarie Fütterer, Anne Bierwisch, Sigrid Pohl und Bibby Kania.

Der Altar-Schmuck aus den Hoffnungsbändchen ist ein Gemeinschaftswerk von Renate Reimann (von links), Evi Kleimann, Rosemarie Fütterer, Anne Bierwisch, Sigrid Pohl und Bibby Kania.

Auf der Horst. Trauer, Wut, Hoffnung und Dankbarkeit: Wohl kaum eine Kirchengemeinde in Deutschland hat in den vergangenen Jahren so viel durchgemacht wie die Willehadi-Gemeinde im Stadtteil Auf der Horst. 2013 wurde deren Kirche bei einem Brand zerstört, seit Anfang 2017 feiern die Mitglieder die Gottesdienste wieder in ihrer eigenen Kirche, die an gleicher Stelle aufgebaut worden ist. Seit Sonntag gibt es dort ein weiteres sichtbares und buntes Zeichen der Solidarität. Sechs Frauen aus der Gemeinde haben die sogenannten Hoffnungsbändchen zu einem neuen Altar-Schmuck verarbeitet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
So schön sieht der neu geschmückte Altar in der Willehadi-Kirche aus.

So schön sieht der neu geschmückte Altar in der Willehadi-Kirche aus.

Die hatten Menschen aus dem Stadtteil nach dem Brand als Zeichen ihrer Anteilnahme an den Bauzäunen aufgehängt. Sigrid Pohl kam die Idee, diese Bändchen in einer Art Patchwork-Kunstwerk zu erhalten. „Wir haben sie auf kleine Stoffquadrate geklebt und dann zusammengenäht“, erklärte sie. Auf diese Weise entstanden zwei bunte Tücher, die jetzt den Altar und ein Podest schmücken. „Sie erinnern uns immer daran, wie viele Menschen damals an uns gedacht und mit uns gelitten haben“, sagte Pohl.

Aus Schmerz wird Hoffnung

Für Pastorin Renate Muckelberg war der Erntedank-Gottesdienst der genau richtige Zeitpunkt, um den neuen Altar-Schmuck vorzustellen. „Das ist die Zeit des Jahres, in der wir dafür danken, wie gut es uns eigentlich geht. Und uns hier in diesem Land so gut, dass wir auch etwas abgeben sollten“, sagte sie. Der Altar-Schmuck stehe für die symbolisch dafür, wie aus Schmerz und Trauer Hoffnung entstehen kann, sagte die Pastorin. Und: „Es zeigt, dass Garbsen bunt ist. Das soll auch so bleiben.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nach dem Gottesdienst kamen die Besucher im Gemeindesaal zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Küsterin Bibby Kania hatte dort ein großes Büfett aufgebaut, zu dem jeder etwas beigetragen hatte.

Von Gerko Naumann

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.