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Garbsen

So sieht es bei Amazon in Garbsen aus

Amazon-Betriebsleiter Michael Schubach führt Lokalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter aus Garbsen durch das Sortierzentrum.

Amazon-Betriebsleiter Michael Schubach führt Lokalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter aus Garbsen durch das Sortierzentrum.

Garbsen. Wer das Amazon-Sortierzentrum in Garbsen besichtigen will, muss sich an strenge Sicherheitsvorschriften halten. Das haben die Mitglieder des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Rates am Dienstagabend vor einem Rundgang erfahren. Dort standen sie zunächst vor einer verschlossenen Sicherheitstür, die ein Mitarbeiter für jeden einzeln öffnen muss. Im nächsten Raum bekam jeder eine Chipkarte mit Nummer und eine orangefarbene Warnweste.

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300 Mitarbeiter auf 30.000 Quadratmetern

So vorbereitet wurde die Gruppe von Mareike von Frieling empfangen, die für die politische Kommunikation bei Amazon in Deutschland verantwortlich ist. Sie berichtete den Lokalpolitikern, dass auf dem etwa 30.000 Quadratmeter großen Gelände von Amazon am Grabenfeld derzeit rund 300 Mitarbeiter tätig sind. „Das hier ist das erste automatische Sortierzentrum in Deutschland“, sagte sie. Sortierzentrum bedeute, dass dort Pakete aus ganz Europa sortiert werden – und zwar nach ihrem jeweiligen Zielort. Von dort aus werden die Pakete in sogenannte Verteilzentren weitergeleitet und von dort wiederum zum Kunden.

70.000 Pakete pro Tag

Wie das Sortieren in der Praxis aussieht, zeigte Betriebsleiter Michael Schubach seinen Gästen, der selbst in Garbsen zur Schule gegangen ist. Über lange Förderbänder und große Rutschen gelangen die Pakete zu den Mitarbeitern, die sie dann für den weiteren Transport per Lastwagen verpacken. „Wenn ein Paket beschädigt wird, verpacken wir den Artikel neu. Wenn der Artikel selbst beschädigt ist, bekommt der Kunde einen Neuen“, berichtete Schubach. Derzeit würden am Standort in Garbsen etwa 70.000 Pakete pro Tag bearbeitet. „In Zukunft könnten es bis zu 500.000 in 20 Stunden sein“, kündigte der Betriebsleiter an. Die übrigen vier Stunden des Tages seien notwendig, um die Maschinen zu warten.

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Eine Lounge für die Lastwagenfahrer

Weil alle Pakete mit Lastwagen gebracht und abgeholt werden, gibt es in der Halle einen eigenen Bereich für deren Fahrer. „Sie müssen die Autoschlüssel nach ihrer Ankunft abgeben, damit niemand von einem unplanmäßig bewegten Fahrzeug verletzt wird“, erklärte Schubach. Die Berufsfahrer dürfen sich dann in einer eigenen Lounge ausruhen, in der es Getränke, Sitzgelegenheiten und sogar Duschen gibt.

Wie sieht es mit Steuern aus?

Als Vorsitzender des Finanzausschusses interessierte Gunther Koch natürlich, ob Amazon auch Steuern in Garbsen bezahlt. „Wir haben natürlich ein großes Interesse an steigenden Einnahmen“, sagte er. Von Frieling bestätigte, dass Amazon in Garbsen – wie an jedem neuen Standort – eine eigene GmbH gegründet hat. „Damit zahlen wir auch vor Ort Steuern“.

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Von Gerko Naumann

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