Gehrden

Behörde schließt den neuen Glaspavillon

Illegale Partyzone: Der neue Pavillon am Schützenhaus ist mit einem Behördensiegel (siehe Bildergalerie) still gelegt worden.

Illegale Partyzone: Der neue Pavillon am Schützenhaus ist mit einem Behördensiegel (siehe Bildergalerie) still gelegt worden.

Gehrden. Der Restaurantbetrieb im Schützenhaus läuft zwar weiter. Die Stilllegung des Pavillons im Von-Reden-Park hat sich aber herumgesprochen. Aus der Nähe ist es nicht zu übersehen: Die Schlüssellöcher sind versiegelt, an den Türen klebt ein behördliches Schreiben. Für den Gastronomen Olaf Rössel ist die Stilllegung des Pavillons aber eine vorübergehende Angelegenheit. „Ich will die geforderten Auflagen erfüllen“, sagt er.

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Rössel hatte im April als Pächter des Schützenhauses das Restaurant mit dem Namen „Park:geflüster“ eröffnet – nach Sanierungen mit einem Investitionsvolumen von rund 300 000 Euro. Im Juli wurde die freistehende Konstruktion des Pavillons aufgebaut und wenige Tage später mit 80 Sitzplätzen eröffnet. Dann habe es bei Feiern in dem hellhörigen Bau Anwohnerbeschwerden wegen Lärms gegeben, sagt Rössel. Anschließend habe eine Prüfung ergeben, dass nicht genügend Parkplätze für den zusätzlichen Gastraum ausgewiesen seien.

Zuletzt habe die Region eine Baugenehmigung eingefordert. Dabei habe der Hersteller signalisiert, dass die Konstruktion ohne feste Fundamente keiner Baugenehmigung bedürfe. „Das wird aber von Behörde zu Behörde anders bewertet“, weiß er nun. Rössel räumt Fehler ein: „Ich hätte mich besser informieren müssen“, sagt er.

Trotzdem will er den rund 70 000 Euro teuren Pavillon noch nicht wieder abbauen und für den Aufbau an anderen Standorten vermieten. „Ich will alles klären und mit Pavillon weiter machen.“ Mit dem Schützenverein als Verpächter suche er nach Flächen für weitere Parkplätze. Rössel beklagt aber Umsatzeinbußen – weil Kunden mit Reservierungen für den Pavillon nun nicht alternativ im Schützenhaus feiern wollen.

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Die Region konkretisiert die Probleme: Demnach liegt der Pavillon außerhalb der überbaubaren Fläche des Bebauungsplanes. Für das Grundstück gebe es einen völlig anders lautenden Bauantrag. Zudem fehle ein Schallgutachten. Ein Rückbau werde noch nicht angeordnet, weil die Stadt Gehrden prüfe, ob eine Bebauungsplanänderung die Erweiterungen der Gaststätte legalisierbar machen würde.

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