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Gehrden

Benefizkonzert bringt mehr als 4200 Euro

Frank Glaubitz von Avacon (von links) begrüßte gemeinsam mit Gesine Ertingshausen und Pflegedienstleiterin Anja Weinert die rund 200 Gäste im Saal.

Frank Glaubitz von Avacon (von links) begrüßte gemeinsam mit Gesine Ertingshausen und Pflegedienstleiterin Anja Weinert die rund 200 Gäste im Saal.

Gehrden. Unter dem Motto „Bewegung ist Leben“ hat die Calenberger Musikschule und der Energieversorger Avacon gemeinsam mit dem Shanty-Chor Marinekameradschaft Barsinghausen zu einer großen Spendengala eingeladen. Mit dem Erlös der musikalischen Benefizveranstaltung soll eine betreute Wohngruppe mit schwerkranken Patienten unterstützt werden. „Wir haben einen Erlös von exakt 4233,07 Euro“, teilte Musikschulleiter Alfons Schleinschock mit. Mit so einer hohem Summe habe keiner der Veranstalter gerechnet, betonte Frank Glaubitz vom Energieversorger Avacon. „Das war eine gelungene Aktion und wir sind alle sehr zufrieden“, ergänzte Schleinschock.

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Das Streichorchester Stringendo der Calenberger Musikschule trat bei der Benefizveranstaltung in der Gehrdener Festhalle auf.

Das Streichorchester Stringendo der Calenberger Musikschule trat bei der Benefizveranstaltung in der Gehrdener Festhalle auf.

Musik soll an gemeinsame Zeit erinnern

Die Veranstaltung in der Festhalle Am Castrum sollte besonders auf das Schicksal eines Gehrdener Wachkomapatienten aufmerksam machen, der in der Wohngruppe in Isernhagen lebt. Kai Ertingshausen liegt seit 2015 nach Komplikationen bei einer schweren Operation im Wachkoma. Der heute 53-Jährige hat mehr als 30 Jahre als Monteur für Avacon und die Vorgängerfirma Hastra gearbeitet. Glaubitz begrüßte gemeinsam mit seiner Ehefrau Gesine Ertingshausen und der Pflegedienstleiterin Anja Weinert die rund 200 Gäste im Saal. „Wir alle haben Kai nicht vergessen und wollen ihn unterstützen“, sagte Glaubitz auf der Bühne. Und in der Pause ergänzte Ertingshausen: „Es ist überwältigend, wie viele dabei sind. Ich bin sehr gerührt und dankbar.“

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Beim Benefizkonzert in Gehrden wurden über 4200 Euro gesammelt.

Beim Benefizkonzert in Gehrden wurden über 4200 Euro gesammelt.

Zuerst trat das Streichorchester Stringendo der Calenberger Musikschule auf. Unter der Leitung von Schleinschock präsentierten die elf jungen Musiker unter anderem Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi. Vor dem gefühlvollen und ruhigen Stück von Antonin Dvorak erinnerte Schleinschock an das Schicksal von Kai Ertingshausen und betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, jeden Morgen gesund aufzuwachen. „Bei dem Song wollen wir ganz besonders an Kai und die gemeinsamen Momente denken“, merkte der Musikschulleiter an. Anschließend musizierte das Ensemble Akkordeon Total der Musikschule und zeigte sein vielfältiges Repertoire von klassischer Musik über Tangos bis zur Filmmusik. Nach der Pause standen die Sänger des Shanty-Chors aus Barsinghausen auf der Bühne und begeisterten die Zuschauer mit traditionellen Seemannsliedern.

Patienten können sich einen Wunsch erfüllen

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung stand fest, dass die beteiligten Künstler auf Gagen verzichten und das Unternehmen Avacon 1000 Euro spendet. Damit für die betreute Wohngruppe noch mehr Geld zur Verfügung steht, spendete der Barsinghäuser Shanty-Chor die Hälfte des Erlöses von ihren verkauften CDs und Ansteckern. Zudem wurden für die Veranstaltung 30 Kuchen gebacken, die an dem Nachmittag gegen eine Spende verkauft wurden. „Wir haben extra keine Preise vorgeschrieben, jeder sollte so viel geben, wie er möchte“, erklärte Glaubitz. Zusätzlich zu den privaten Kuchenspenden backte die Bäckerei Weiß aus Gehrden drei Kuchenbleche, da der Wachkomapatient Ertingshausen jeden Morgen vor der Arbeit dort einkaufen gewesen war.

In der betreuten Wohngruppe leben mit Ertingshausen neun weitere Patienten – Wünsche gibt es für die Einrichtung genug. Pflegedienstleiterin Weinert könnte sich vorstellen, dass Bettfahrräder, elektrische Stehtische, um die Patienten in die Senkrechte zu bringen, oder deckenfixierte Liftsysteme angeschafft werden. „Allerdings werden wir das erst später gemeinsam mit den Patienten und den Betreuern entscheiden“, betonte Weinert.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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