Gehrden

Bürgerinitiative Gegenwind informiert im Ortsrat

Tobias Lücke referiert und erklärt das Modell.

Tobias Lücke referiert und erklärt das Modell.

Reederse. So voll war es lange nicht mehr bei einer Sitzung des Ortsrats Redderse. Im Dorfgemeinschaftshaus standen kaum noch Stühle zur Verfügung. „Man hat gemerkt, dass das Thema Windkraft die Menschen interessiert“, sagte Ortsbürgermeister Philipp Felsen. Die Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Deistervorland“ erhielt beim letzten Tagesordnungspunkt 15 Minuten inklusive Fragerunde der Zuhörer, um sich und das Thema vorzustellen.

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Zwischen Degersen, Redderse, Wennigser Mark, Langreder und Egestorf soll der Windpark „Ba-Ge-We“ mit fünf Windrädern entstehen, die eine Höhe von 240 Metern haben (Nabenhöhe: 166 Meter) und damit zu den höchsten in ganz Deutschland zählen werden. Die Bürgerinitiative hatte ein Modell vorbereitet und dabei auch zum Vergleich die Dimensionen von bekannten Bauwerken wie die Klosterkirche Wennigsen (50 Meter) und die Marktkirche Hannover (97 Meter) gezeigt.

Das ist die Bürgerinitiative

Im Frühjahr 2018 gründete sich die Bürgerinitiative „Gegenwind Deistervorland“. Das unpolitisch agierende Bündnis besteht aus einem aktiven Kreis von rund 15 Personen, die aus den umliegenden Ortschaften kommen, die vom Windpark betroffen wären. Mittlerweile haben sich fast 400 Personen der Bürgerinitiative (BI) angeschlossen. Die BI ist aber nicht komplett gegen Windkraft, wie Tobias Lücke von Gegenwind Deistervorland betont. „Wir haben nur etwas gegen Anlagen in dieser Dimension, die die Sichtachse vom Deister zum Gehrdener Berg zerstören und zudem die Qualität des Grundwassers gefährden.“ Die BI will die Bürger sensibilisieren - durch Demonstrationen, Unterschriftenaktionen oder Informationsabende. Außerdem versucht man, bei den Ortsräten der verschiedenen Kommunen zu beantragen, in die Sitzungen der Gremien zu kommen und sich vorzustellen – so wie jetzt in Redderse. hg

„Die Windräder zerstören den Bereich zwischen Gehrdener Berg und Nienstedter Pass“, sagte Tobias Liedtke von der BI und betonte, dass durch die Rotoren Schatten auf die Wohnbebauung, die nach seiner Ausführung nur einen Abstand von 1000 Metern zum Windpark betrage und damit viel zu eng kalkuliert sei, fallen könnten. Von Gefahren für die Tierwelt und gesundheitliche Probleme für Menschen durch von den Anlagen erzeugten sogenannten Infraschall, der wissenschaftlich noch gar nicht richtig erforscht sein, ganz zu schweigen.

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Defibrillator für das Dorfgemeinschaftshaus

Zuvor gab es im Ortsrat noch diverse Informationen und Diskussionen. So soll auf Wunsch des Gremiums das Dorfgemeinschaftshaus einen Defibrillator erhalten. „Dort sind viele Veranstaltungen, daher würde es dort auch Sinn machen“, sagt Ortsratsmitglied Melanie Greger, die bereits von Vorgesprächen mit der Stadt berichtete. Nun soll an die Verwaltung ein Antrag gestellt werden – mit der Bitte um Zuschuss.

Im Dorfgemeinschaftshaus soll zudem das Inventar erneut werden. „Vier Tische und 20 Stühle müssten es sein“, sagt Ernst-August Hohmann, stellvertretender Ortsbürgermeister. Für einen entsprechenden Antrag zur „Ersatzbeschaffung“ votierte der Ortsrat einstimmig. Noch offen blieben die Fragen, wie der Spielplatz an der Wiesenstraße sowie die recht holprige Zuwegung zum Friedhof zukünftig aussehen sollen. In beiden Fällen soll es nun mit der Stadt Gehrden jeweils Ortstermine geben.

Von Stephan Hartung

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