Gehrden

Café am Markt öffnet unter neuer Regie

Oktay und Zuhal Yeniyayla aus Gehrden freuen sich auf die Wiedereröffnung des beliebten Cafés am Markt.

Oktay und Zuhal Yeniyayla aus Gehrden freuen sich auf die Wiedereröffnung des beliebten Cafés am Markt.

Gehrden. Die Vorfreude ist dem Familienvater anzumerken. Vor zehn Jahren bereits hat Yeniyayla das 1748 erbaute Gebäude mit dem beliebten Café erworben. Jetzt will es seine Familie in Eigenregie weiterführen. „Wir wollen die Tradition fortsetzen“, sagt der Gehrdener mit türkischen Wurzeln.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit der Pächterin Walburga Bähre habe er sich nach Ablauf des Mietvertrages nicht über eine Verlängerung einigen können. „Es gab viele Interessenten für ein Pachtverhältnis oder einen Kauf, aber wir wollen das Café jetzt selbst im Sinne der Gehrdener führen“, sagt Yeniyayla. Das Herz der Familie hänge an Gehrden, und die Familie wolle die bislang entgegengebrachte Freundlichkeit zurückgeben.

Über verschiedene Gerüchte kann Yeniyayla nur schmunzeln. „Dönerbude, Spielhalle, Internetcafé - alles Quatsch. Es wird ein klassischer Cafébetrieb mit großem Frühstücksbüfett ohne Mittagskarte“, beendet er alle Spekulationen. Die Familie habe in der Sanierungsphase extra Blickspalten in der Bauabdeckung gelassen, um Passanten am Umbau und an den Plänen teilhaben zu lassen. „Wir haben erheblich investiert, das Gebäude entkernt und alles erneuert - helle Farben, moderne Technik“, sagt Yeniyayla. In der Bauphase habe die Familie viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. „Die Gehrdener freuen sich“, sagt er.

Das Konzept für das Café steht: Yeniyaylas 21-jähriger Sohn Dogan wird Geschäftsführer, die 28-jährige Gehrdenerin Annika Borowski - eine Freundin der Familie - wird Servicechefin. Yeniyayla schafft aber noch drei weitere Arbeitsplätze im Service. „Am Wochenende kommen Innenausstattung und Lebensmittel, ab 1. April empfangen wir Gäste“, sagt Yeniyayla.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Eine offizielle Eröffnung will die Familie nachholen, wenn sich ein Arbeitsrhythmus eingestellt hat. „Erst einmal öffnen wir täglich von 8 bis 20 Uhr, später gibt es einen Ruhetag“, sagt der 45-Jährige - und verrät weitere Pläne: Im Sommer sollen im Garten junge Künstler auftreten, die Galerie im ersten Stock soll für kleinere Aktionen genutzt werden. „Und im Innenraum wird eine Künstlerin bei laufendem Betrieb an eine Wand eine historische Zeichnung aus dem Stadtmuseum übertragen“, sagt Yeniyayla.

Das Café

Ein beliebter Treffpunkt mit Geschichte

Das Café am Markt war in Gehrden stets ein beliebter Treffpunkt und häufig ausgebucht. Es hat in der Burgbergstadt Tradition. Bevor Oktay Yeniyayla das Haus 2004 erwarb, gehörte es Jürgen Kohlenberg. Dessen Großvater Ernst Nikulka hatte das 1748 erbaute Fachwerkhaus 1932 von der Bäckerei Knölke gekauft. Kohlenbergs Eltern Ingeborg und Hermann betrieben bis 1968 die Konditorei und das Café. Danach verpachteten sie die Räume an Uwe Weiß, der darin eine Bäckerei und ein kleines Café einrichtete. 1984 erfüllte sich Jürgen Kohlenberg seinen Traum vom eigenen Café im denkmalgeschützten Haus und bot auch Ausstellungen und Musikdarbietungen an. Zuletzt war das Traditions-café zehn Jahre lang von der Pächterin Walburga Bähre betrieben worden. Seit 14 Jahren führt sie in der Fußgängerzone auch das nahe gelegene Café Teufel.

Ingo Rodriguez

Mehr aus Gehrden

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen