Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Gehrden

„Das erzeugt Geborgenheit“

Der Gehrdener Hartmut Neumann hat am Gehrdener Berg seinen Lieblingsplatz.

Der Gehrdener Hartmut Neumann hat am Gehrdener Berg seinen Lieblingsplatz.

Gehrden.Seinen Lieblingsplatz erreicht man über eine kurze Wanderstrecke, die Hartmut Neumann als seinen „Lieblingsweg“ bezeichnet. „Es ist der Weg über den Gehrdener Berg. Er beginnt am alten Sportplatz und führt entlang des Berges und der Tripschen Anlagen tief in den Gehrdener Wald hinein.“ An der Ecke des Wolfgang-Heybey-Weges zeigt er in Richtung Tal und damit nach Redderse. „Hier ist der Ausblick unvergleichlich.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Was den 72-Jährigen dabei fasziniert, ist außer dem Blick in die Ferne auch die Begrenzung in durch den Deister. „So entsteht das Gefühl, dass man sich in etwas Geschlossenem befindet, wie in einem Park. Das erzeugt ein Gefühl von Geborgenheit.“

Fünf von sieben Tagen in der Woche ist er hier oben. Das aber auch erst als Ruheständler. „Während des Berufslebens hat man dafür keine Zeit, aber auch keinen Blick.“ Neumann ist gelernter Elektroingenieur, war in dieser Funktion allein 29 Jahre im Bahlsen-Werk Barsinghausen in leitender Funktion tätig. Seit zehn Jahren ist er Rentner. „Und seitdem sauge ich die Natur viel mehr auf, freue mich außer über solche Ausblicke auch über schöne Blüten oder eine Libelle.“

Hartmut Neumann hilft Ursula Möllring, sie hat ihn nach dem Weg gefragt.

Hartmut Neumann hilft Ursula Möllring, sie hat ihn nach dem Weg gefragt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das Wandern an sich ist ihm ohnehin kein fremdes Hobby. Neumann ist Mitglied der Gehrdener Wanderfreunde. Und dass er sich gern in Gehrden und damit in seiner Heimatstadt bewegt, ist ebenfalls nachvollziehbar – wegen eines anderen Interesses. Er ist im Heimatbund Gehrden organisiert, mit dem Arbeitskreis Lokalgeschichte veröffentlicht er im Herbst eine Dokumentation zum Wiederbeginn in Gehrden nach Kriegsende 1945.

Naturfreund und Heimatverbundener – ein größeres Glück hätte Ursula Möllring gar nicht haben können, als sie Hartmut Neumann nach dem Weg fragt. Der Gehrdener unterbricht kurz den Spaziergang und hilft der Radfahrerin weiter. Sie will nämlich nach Hause in die List, hat sich etwas verfahren. Neumann zeigt ihr auf einer Karte den richtigen Weg.

Bleibt nur noch die Frage zu klären: Warum ist Hartmut Neumann so gern hier oben und warum so oft? „Ich wandere diese Strecke zur eigenen Gesunderhaltung. Hier habe ich zudem Mini-Auszeiten, kann über viele Dinge nachdenken.“ Ein guter Einfall kam ihm dabei sogar kürzlich für den anstehenden 75. Geburtstag eines Freundes. „Da will ich eine Rede halten. Jetzt weiß ich, was ich sagen will.“

Von Stephan Hartung

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.