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Gehrden

Ein Ort des Spieles und des Lernens

Außenansicht: So könnte die neue Grundschule Am Langen Feld aussehen.

Außenansicht: So könnte die neue Grundschule Am Langen Feld aussehen.

Gehrden.Auf dem Papier steht sie schon: die neue vierzügige Grundschule Am Langen Feld. Das Geheimnis, wie der Neubau eines Tages aussehen wird, wurde am Montagabend im Rathaus gelüftet. Gleichzeitig wurden die Architekten des Entwurfs ausgezeichnet. Das Büro OKF-Architekten aus Osnabrück hatte den Zuschlag der 13-köpfigen Jury erhalten; eingereicht wurden 17 „qualitätvolle Arbeiten“ wie der freischaffende Architekt und Juror Martin Müller sagte.

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Preisverleihung: Bürgermeister Cord Mittendorf zeichnet Saskia Klostermann und Jakob Faßbender für den 1. Platz beim Architektenwettbewerb aus.

Preisverleihung: Bürgermeister Cord Mittendorf zeichnet Saskia Klostermann und Jakob Faßbender für den 1. Platz beim Architektenwettbewerb aus.

Den Siegerentwurf lobte Müller für seine überragende räumliche Anordnung. Er sprach zudem von einer klaren Differenzierung zur benachbarten Oberschule durch die zwischen beiden Einrichtungen angedachte Platzierung der Mensa, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden soll. Sie ist von zwei Seiten zugänglich.

Das dreigeschossige Schulgebäude habe zwar eine „gewisse Wuchtigkeit“ und auch die Gestaltung der Fassade sei nicht optimal gelungen, doch die klare Grundordnung habe überzeugt. Bestechend gelöst seien die geplanten und lichtdurchfluteten Schulstraßen in den beiden Obergeschossen. Im Erdgeschoss sollen ein Forum, Musikräume und der Ganztagsbereich untergebracht werden.

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Die größte Herausforderung bei der Konzeption der neuen Grundschule sei gewesen, einen klaren Eingang zu definieren und die Zusammenhänge der Pausenflächen zu schaffen, sagte Faßbender. Ein wesentliches Element der Planung im Inneren des Gebäudes ist, dass die Flure als Kommunikationsachsen dienen sollen. So sind sogenannte Marktplätze entstanden. „Die Flure sollen einen Mehrwert haben“, sagte Faßbender mit Blick auf Spielmöglichkeiten, Präsentationen und Ausstellungen. Die Schule solle ein Ort des Spielens und Lernens sein. Zudem seien die Linien der neuen Grundschule an den Kanten der bereits auf dem Gelände stehenden Oberschule orientiert worden. Der Neubau sei als Erweiterung des bestehenden städtebaulichen Bildes, des Schulcampus, zu sehen.

Ein Modell zeigt die Lage der neuen Grundschule.

Ein Modell zeigt die Lage der neuen Grundschule.

Schulleiterin Stefanie Diemert war einverstanden mit dem Entwurf, zumal Anregungen der Schule umgesetzt worden sind. „Unter anderem haben wir uns gewünscht, dass jeweils vier Räume in einem Trakt als Einheit angeordnet werden“, sagte sie. Auch der wetterfeste überdachte Eingang sei toll.

Die stellvertretende Konrektorin der Grundschule Am Langen Feld Andrea Bolze (von links) sowie die beiden Grundschulleiterinnen Stefanie Diemert und Nina von Zimmermann diskutieren über den Entwurf der neuen Grundschule.

Die stellvertretende Konrektorin der Grundschule Am Langen Feld Andrea Bolze (von links) sowie die beiden Grundschulleiterinnen Stefanie Diemert und Nina von Zimmermann diskutieren über den Entwurf der neuen Grundschule.

Bei aller äußeren und innere Planung, ein Kriterium sprach offenbar besonders für den Vorschlag aus Osnabrück: die wirtschaftliche Umsetzung des Entwurfs. Rund 7 Millionen Euro hat die Stadt in einer groben Schätzung für den neuen Schulkomplex eingeplant. „Aber damit werden wir nicht hinkommen“, befürchtet Wolfgang Middelberg, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt.

Im nächsten Schritt folgt nun die Detailplanung in enger Absprache mit der Schulleitung. Middelberg geht momentan davon aus, dass im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau auf dem Bolzplatz neben der Oberschule begonnen werden kann. Nach der Fertigstellung wird zunächst die Grundschule Am Castrum in das neue Haus ziehen. Auch dort wird dann ein Neubau errichtet. Und geht es nach Bürgermeister Cord Mittendorf wird der Entwurf erneut in einem Wettbewerb ermittelt. „Diese Idee hat Zukunft“, sagte er bei der Preisverleihung.

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Von Dirk Wirausky

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