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Gehrden

Finanzhilfe für betreute Wohngruppe

Die Organisatoren und Angehörigen Alfons Schleinschock (von links), Elke Ertingshausen, Manfred Schnalle und Frank Glaubitz (rechts) sind von dem hohen Erlös begeistert. Pflegedienstleiterin Anja Weinert (zweite von rechts) erklärt, welche Geräte nun angeschafft werden.

Die Organisatoren und Angehörigen Alfons Schleinschock (von links), Elke Ertingshausen, Manfred Schnalle und Frank Glaubitz (rechts) sind von dem hohen Erlös begeistert. Pflegedienstleiterin Anja Weinert (zweite von rechts) erklärt, welche Geräte nun angeschafft werden.

Gehrden. Die Organisatoren des Benefizkonzertes sind immer noch über die große Spendenbereitschaft begeistert. "Wir sind überwältigt", sagt Frank Glaubitz von Avacon. Im März hat die Calenberger Musikschule gemeinsam mit dem Energieversorger Avacon und dem Shanty-Chor Marinekameradschaft Barsinghausen ein Konzert für eine betreute Wohngruppe mit schwerkranken Patienten auf die Beine gestellt. Bei der Spendengala wurden 4233, 07 Euro eingenommen. Doch diese Summe musste noch einmal korrigiert werden – nach oben. "Wir haben noch 250 Euro im Anschluss erhalten", sagt Musikschulleiter Alfons Schleinschock.

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Gehrdener seit 2015 im Wachkoma

Die Veranstaltung in der Festhalle sollte besonders auf das Schicksal eines Gehrdener Wachkomapatienten aufmerksam machen, der in der Wohngruppe in Isernhagen lebt. Kai Ertingshausen liegt seit 2015 im Wachkoma. Der heute 53-Jährige hat mehr als 30 Jahre als Monteur für Avacon gearbeitet.

Inzwischen haben die Patienten ihre Wünsche geäußert und sich gemeinsam mit den Betreuern für vier neue Geräte entschieden, die den Alltag erleichtern sollen. Zuerst soll ein Motomed-Pedalsystem angeschafft werden. Mit dem Bewegungstrainer, welcher im Rollstuhl sitzend benutzt werden kann, können sowohl die oberen als auch die unteren Extremitäten trainiert werden. Das Pedalsystem kostet zwischen 3000 und 3500 Euro, je nachdem welche Anforderungen das Gerät erfüllen soll.

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Weiterhin werden zwei therapeutische Massagegeräte, die jeweils 300 Euro kosten, für die Einrichtung gekauft. Das Massagegerät hat die Größe eines elektrischen Rasierers und soll zur Schmerzlinderung sowie zum Schlucktraining der Patienten angewendet werden. Solch ein Massagegerät wird bei Kai Ertingshausen dauerhaft im Zimmer vorhanden sein. „Die Logopäden und mein Mann wenden das Gerät sehr oft bei Kai an“, sagt Mutter Elke Ertingshausen.

Zudem können die Patienten sich bald auf ein intensives Geschmackserlebnis freuen. Mit dem sogenannten Air-Set im Wert von rund 50 Euro wird Flüssigkeit aufgeschäumt und hauchdünne Blasen entstehen. Diese Blasen werden den Patienten in den Mund eingeführt, ohne dass sie Schluckbeschwerden bekommen. „Mit dem Air-Set kann keine Flüssigkeit mehr in die Mundhöhle fließen“, erklärt Pflegedienstleiterin Anja Weinert. Mit der restlichen Summe des Erlöses sollen zahlreiche Lagerungskissen in verschiedenen Formen, Größen und Härtegraden angeschafft werden.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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