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Gehrden

Ortsrat Lemmie stellt Weichen für den geplanten Solarpark

Ein Landwirt aus Lemmie will auf einem Feld im Süden des Ortes entlang der S-Bahntrasse eine etwa 2,75 Hektar große Solaranlage bauen lassen.

Ein Landwirt aus Lemmie will auf einem Feld im Süden des Ortes entlang der S-Bahntrasse eine etwa 2,75 Hektar große Solaranlage bauen lassen.

Gehrden. Erneute Zustimmung für ein Ökostromprojekt: Der Ortsrat Lemmie hat sich ein weiteres Mal für den geplanten Bau eines Solarparks im Süden der Ortschaft ausgesprochen. Ein Landwirt aus Lemmie will auf einem Feld entlang der S-Bahn-Trasse eine 2,75 Hektar große Fotovoltaikanlage zur alternativen Stromgewinnung errichten lassen. In seiner Sitzung im Café Gerlach votierte das Gremium ohne Gegenstimme für den Bau der Anlage mit einer Länge von etwa 250 Metern und einer Breite von rund 110 Metern.

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Beschwerden von Anwohnern sind verstummt

Schon im vergangenen Jahr hatte der Ortsrat für den Beginn des Planverfahrens gestimmt. Zunächst wollten etliche Anwohner nicht hinnehmen, dass künftig die etwa 3,50 Meter hohen Solarmodule ihren bislang ungetrübten Ausblick auf die Feldmark verbauen. Laut Ortsbürgermeister Hilmar Rump sind die Beschwerden aber inzwischen verstummt: „Das Projekt stößt nun auf Akzeptanz. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende.“

Hier soll die geplante Fotovoltaikanlage entstehen.

Hier soll die geplante Fotovoltaikanlage entstehen.

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Stadtplanerin Nicole Leubert von der Gehrdener Stadtverwaltung hatte die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans in der Sitzung vor etwa 25 Dorfbewohnern noch einmal umfangreich erläutert. Die landwirtschaftliche Fläche zwischen dem südlichen Ortsrand und der Bahn war demnach vor mehreren Jahren noch als Areal für Wohnen ausgewiesen worden. Das Dorf Lemmie ist inzwischen aber wie alle anderen Ortschaften der Stadt Gehrden hinsichtlich der Siedlungsentwicklung durch das Regionale Raumordnungsprogramm auf eine Baulandausweisung von 5 Prozent beschränkt worden – bezogen auf die gesamte besiedelte Fläche. Damit ist der Weg für eine neue Nutzung frei. Im Parallelverfahren stellt die Stadt einen Bebauungsplan für den Solarpark auf. Mit der einstimmigen Empfehlung des Ortsrats für die Änderung des Flächennutzungsplans wurden nun die Weichen für das Projekt weitergestellt. In der nächsten Woche stehen die Pläne zunächst im Bauausschuss der Stadt zur Abstimmung. Einen Tag später trifft der Verwaltungsausschuss eine endgültige Entscheidung über den Flächennutzungsplan.

Siedlungsbebauung ist etwa 100 Meter entfernt

Investor Cord Narten hatte seine Pläne vor einem Jahr erläutert. Demnach sollen die Fotovoltaikplatten nebeneinander und in parallelen Reihen mit einem Haltesystem im Boden verankert und mit einer Neigung von 20 Grad nach Süden in Richtung Bahntrasse ausgerichtet werden. Der mit Sonnenlicht erzeugte Strom soll später über ein Erdkabel in das Netz eingespeist werden. Die Siedlungsbebauung beginnt in einem Abstand von etwa 100 Metern. Um den Anwohnern die Sicht auf die Fotovoltaikflächen zu ersparen, will der Landwirt eine Hecke mit ortstypischen Gehölzen anlegen. Er wolle sein Land nutzen, um den Betrieb neu auszurichten, sagt er. Eine andere Fläche im Ort komme wegen ungeeigneter Verschattung nicht infrage. Eine Vergrößerung der Anlage sei nicht geplant.

Ein Landwirt aus Lemmie will auf einem Feld im Süden des Ortes entlang derS-Bahntrasse eine etwa 2,75 Hektar große Solaranlage bauen lassen.

Ein Landwirt aus Lemmie will auf einem Feld im Süden des Ortes entlang derS-Bahntrasse eine etwa 2,75 Hektar große Solaranlage bauen lassen.

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Von Ingo Rodriguez

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