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Hemmingen-Westerfeld/Devese

Arbeitskreis: Prognose ist Blick in Glaskugel

Auf der Weetzener Landstraße quält sich der Verkehr voran. Der Dudler-Bau soll hinter dem Haus links entstehen.

Auf der Weetzener Landstraße quält sich der Verkehr voran. Der Dudler-Bau soll hinter dem Haus links entstehen.

Hemmingen-Westerfeld/Devese.Wie viel Verkehr wird rund um den geplanten Max-Dudler-Bau in Hemmingen-Westerfeld fließen? Der Arbeitskreis Ortsentwicklung im Bürgerverein Devese zeigt sich skeptisch. Die jetzt im Fachausschuss vorgestellte Prognose bezeichnet er als „Blick in die Glaskugel“.

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Das sogenannte Quartier soll in einigen Jahren an der B3/Ecke Weetzener Landstraße (K221) nach den Plänen des Architekten Max Dudler entstehen. Vorgesehen sind unter anderem Büros, ein Ärztehaus und gegebenenfalls sogar eine Klinik sowie Einzelhandel, Gastronomie und Einrichtungen mit Freizeit- und Fitnessangeboten.

Der Arbeitskreis gibt zu bedenken, dass die an diversen Messpunkten gezählten Daten zu einem Rechenmodell hochgerechnet worden seien. „Man weiß nicht, wie viele Mitarbeiter, Kunden, Patienten und Besucher woher kommen und welche Verkehrsmittel sie benutzen.“ Gegenüber des Quartiers wird die Endhaltestelle der Stadtbahn errichtet. Im Quartier sind ober- und unterirdische Parkplätze vorgesehen. Der Arbeitskreis rät erst ein Jahr nach der Freigabe der B3-Ortsumgehung abzuwarten, also etwa Ende 2020 die tatsächlichen Verkehrsströme an der Weetzener Landstraße zu messen und danach die Planung für das Gebäudeensemble fortzusetzen.

„Die Deveser müssen bei prognostizierten 4000 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen pro Tag weitere Belastungen befürchten – gar nicht zu denken an die im Verkehrsentwicklungsplan genannten 4000 Fahrten täglich.“ In dem Entwurf der Stadt ist diese Zahl als Höchstwert bei einer eventuellen Erweiterung des Hemminger Gewerbeparks angegeben. Der Arbeitskreis verweist darauf, dass die Weetzener Landstraße schon heute neben der B3 zu der Straße im Stadtgebiet gehört, auf der am meisten Verkehr fließt.

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Die Architektur des Dudler-Baus will der Arbeitskreis nicht weiter bewerten. „Ob der Komplex zu groß und zu wuchtig ist oder in den Dimensionen zur Umgebung passt, ist den Empfindungen jeden einzelnen Bürgers überlassen.“ Grundsätzlich sei es „sicherlich ein gutes Projekt, das Gewerbegebiet an der B-3-alt und der Weetzener Landstraße neu und modern zu gestalten“ - auch im Hinblick auf die erhoffte Steigerung bei den Gewerbesteuereinnahmen.

Die Verkehrsuntersuchung für das Quartier hatte der Investor beim Büro SHP Ingenieure in Hannover in Auftrag gegeben. Dasselbe Büro untersucht die Weetzener Landstraße auch im Auftrag der Region Hannover. Diese Ergebnisse stehen noch aus und sollen im Fachausschuss im August vorgestellt werden. Die Planer machten bereits deutlich, dass sich laut Prognosen der Verkehr auf der heutigen B3 nach der Freigabe der Umgehungsstraße Ende 2019 in etwa halbiert. Außerdem werde die Weetzener Landstraße entlastet, wenn die Alfred-Bentz-Straße als neuer Zubringer zur B-3-Umgehungsstraße fungiert. Denkbar seien auch eine Rechtsabbiegerspur zum Quartier auf der heutigen B3, also der Göttinger Landstraße in Richtung Arnum, sowie eine Linksabbiegerspur von der Weetzener Landstraße zur Heinrich-Hertz-Straße und weiter in Richtung Quartier.

Von Andreas Zimmer

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