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Hemmingen-Westerfeld

Chemie-Hühnchen schmeckt auch Vegetariern

Kommt auf roten Schuhen und mit viel Witz daher: Arnulf Rating im bauhof.

Kommt auf roten Schuhen und mit viel Witz daher: Arnulf Rating im bauhof.

Hemmingen-Westerfeld. Knallrote Schuhe, die auch auf dem letzten Platz noch zu sehen sind. Koffer voller Zeitungen und bunter Bühnen-Utensilien. Und ein Hühnchen, dass der Bühnen-Besetzer mit vollstem Genuss vor seinem Publikum verschlingt. Obwohl er ja eigentlich Vegetarier sei. Manchmal sogar Veganer. Aber das Hühnchen bestünde ja eh nur aus Chemie. Das mache dann auch nichts mehr, behauptet Arnulf Rating.

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Es ist einer dieser Witze, mit denen der Kabarettist Rating am Freitagabend das Publikum im Hemminger bauhof zum Lachen bringt. Auch wenn dieses kurz danach dem ein oder anderem im Halse stecken bleibt. Denn Rating verpackt aktuelle Geschehnisse so urkomisch, dass der Zuschauer glatt vergisst, dass es sich um schwerverdauliche Themen handelt. So wie das Hühnchen.

Klaus Grupe vom Trägerverein bauhof findet das faszinierend: „Er schafft es, diese schwierigen politischen, kritischen Themen zusammenzufassen – und das aber so rüber zu bringen, dass die Leute auch lachen“, sagt er. Und doch: Wer seinen Abend mit Arnulf Rating verplant, darf nicht zimperlich sein. Denn sicher ist vor dem langbeinigen, ulkig daher kommenden Gesellen niemand. Auch nicht das Publikum im ausverkauften Saal. Denn die seien ja schließlich auch das Ergebnis von der Freiheit der Fortpflanzung.

Kommt auf roten Schuhen und mit viel Witz daher: Arnulf Rating im bauhof.

Kommt auf roten Schuhen und mit viel Witz daher: Arnulf Rating im bauhof.

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Seit 1993 ist der heute 66-Jährige mit seinen Soloprogrammen unterwegs. Bereits mehrfach wurde er für seine komische Kunst ausgezeichnet. Bis zur Auflösung 1990 gehörte er zudem dem Ensemble „3 Tornados“ an.

Das Rating auch in seinem diesjährigen Programm mit dem treffenden Titel „Tornado“ keinen Halt vor niemandem macht, das wird gleich zu Beginn des Abends klar: Gehetzt stürmt er mit seinen Koffern die Bühne („Die Bahn hatte mal wieder Probleme.“) und nimmt kurz danach die Journalisten der deutschen Presse aufs Korn. Und die Politiker. Und den Hund der eigenen Tochter. Mit seinem durchaus gewundenen roten Faden, der durchs Programm führt, schafft es Rating, dass das Publikum ihm folgt. Den ganzen Abend.

Von Julia Anders

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