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Hemmingen

Interesse an barrierefreiem Wohnen ist groß

Wohnberater Theo Piltz erklärt den Zuhörern im Bürgersaal, mit welchen Arbeiten man die eigene Wohnung barrierefrei machen kann.

Wohnberater Theo Piltz erklärt den Zuhörern im Bürgersaal, mit welchen Arbeiten man die eigene Wohnung barrierefrei machen kann.

Hemmingen. Barrierefreies Wohnen ist – nicht nur – in Hemmingen ein großes Thema. „Darauf werde ich immer wieder in meiner Sprechstunde angesprochen“, erklärte Lutz Worat, Behindertenbeauftragter der Stadt Hemmingen. So habe sich zum Beispiel herausgestellt, dass Wohnungen im Neubaugebiet an der Bockstraße in Arnum, die als rollstuhlgerecht verkauft worden waren, dieses Prädikat nur eingeschränkt verdienten. „Die Brandschutztüren im Eingangs- und Ausgangsbereich der Tiefgarage entpuppten sich als unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer.“

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Laut Theo Piltz, Wohnberater bei der Region Hannover, ist der Mangel an barrierefreiem Wohnraum kein Hemminger Problem. „In der gesamten Region Hannover gibt es zu wenig davon“, sagte er bei einem Informationsnachmittag am Montag, zu dem Worat und Wilma Frankenberg von der Selbsthilfegruppe der Blinden und Sehbehinderten in Hemmingen eingeladen hatten. Bei den rund 80 Zuhörern war das Interesse groß. Bis auf wenige Plätze war der Bürgersaal fast voll.

Lutz Worat forderte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass bei Neubauprojekten wie an der Bockstraße oder auch auf dem Gelände der Alten Schmiede an der B3 in Arnum möglichst viel Wohnraum nach dem Standard „Barrierefrei nach DIN 18040“ realisiert werde. „Ein ganz wichtiges Thema ist es aber auch, bestehenden Wohnraum so barrierefrei und behindertengerecht wie möglich umzugestalten“, sagte Worat. „Denn die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in den vertrauten vier Wänden wohnen bleiben zu können.“

Dass dabei auch mit relativ kleinen Arbeiten viel erreicht werden kann, hat Piltz am Montag bei seinem Vortrag im Bürgersaal im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld erläutert. Dabei zeigte er anhand von Fotos unter anderem, wie sich Barrieren und Hindernisse entschärfen sowie Stolperfallen vermeiden lassen und wie Haltegriffe für mehr Sicherheit sorgen. Aber auch Einstiegshilfen für Wannen und elektrische Tür- und Fensteröffner waren Thema. Auch zur Finanzierung gab Piltz Tipps und erklärte, bei welchen Stellen man Zuschüsse zum barrierefreien Umbau der Wohnung beantragen kann. Denn neben den Pflegekassen beteiligen sich mitunter auch die Region Hannover, der Sozialhilfeträger, die KfW-Bank sowie verschiedene Stiftungen an den Kosten. Qualifizierte Hilfe zu barrierefreien Umbauten gibt es bei der Wohnberatung der Region unter der Telefonnummer (0511) 61622507.

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Von Stephanie Zerm

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