Hemmingen

KGS-Anbau: Votum für Sommer erwartet

Die KGS in Hemmingen-Westerfeld. Das Bild zeigt den neu gestalteten Fahrradbereich.

Die KGS in Hemmingen-Westerfeld. Das Bild zeigt den neu gestalteten Fahrradbereich.

Hemmingen-Westerfeld. Möglichst im Sommer 2019 soll feststehen, in welchem Umfang die KGS in Hemmingen-Westerfeld erweitert wird. Nach dem bisherigen Raumkonzept wäre es alles zusammen ein Anbau mit vier bis fünf Etagen sowie einer Fläche von insgesamt 2600 Quadratmetern und damit eine Investition von mehreren Millionen Euro. „Eine Mega-Entscheidung“, sagte Bürgermeister Claus Schacht.

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Die vier Ratsfraktionen haben sich darauf verständigt zunächst eine Arbeitsgruppe zu bilden, die intern mit Vertretern der Verwaltung und der Schule tagt. Der Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration folgte damit am Donnerstagabend einem Vorschlag des Vorsitzenden Jens Beismann (SPD). „Bis zum Sommer soll eine Lösung erarbeitet werden“, sagte er. Wenn der Rat der Stadt dann zustimmt, soll im nächsten Schritt ein Architekturbüro eine Machbarkeitsstudie erstellen.

KGS liegt im Überschwemmungsgebiet

Die Diskussion wird, das zeichnet sich schon ab, schwierig werden, denn die Schule an der Hohen Bünte liegt im Überschwemmungsgebiet. Die Stadt ist also auf Expertenmeinungen angewiesen. Schacht sagte: „Wir können es nicht allein entscheiden.“

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KGS-Leiter Gregor Ceylan machte deutlich: „Die Frage kann nicht sein, ob, sondern wie wir da hinkommen.“ Er gab zu bedenken: „Wir ändern auch einiges im Bestand.“ Etliche vorhandene Räume sollen anders genutzt werden. „Wir steuern aber 2020 auf eine Raumnot zu“, sagte er im Hinblick auf die Rückkehr zu 13 Jahren bis zum Abitur. Außerdem sollte es bis einschließlich zum zehnten Jahrgang keine Wanderklassen geben. Ceylan forderte daher: „Wir müssen sorgfältig, aber relativ schnell zu Ergebnissen kommen.“

Bürgermeister Schacht verwies beim Thema aktuelle Raumnot darauf, dass die KGS zurzeit etwa 1450 Schüler habe und im G9-Jahrgang etwa 1580 haben werde. Im Schuljahr 2010/11 seien es 1700 gewesen. Er bat um Geduld: „Es werden schwierige Übergangsjahre.“ Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing sagte, die Verwaltung schließe Unterricht in Containern aus. Es müssten andere Lösungen gefunden werden. SPD und CDU erinnerten daran, dass der Rat bereits in den vergangenen Jahren insgesamt zweistellige Millionenbeträge in die KGS investiert habe.

Raumkonzept für KGS vorgestellt

Während der rund 80 Minuten, über die der Ausschuss über das Thema diskutierte, stellte die Beratungsgesellschaft Dr. Garbe, Lexis & von Berlepsch mit Büro in Niedernwöhren (Landkreis Schaumburg) das Raumkonzept vor. Es wurde mit Schule, Elternschaft und Stadtverwaltung erarbeitet. Petra von Berlepsch machte deutlich, dass das Konzept nur dringend Notwendiges enthalte. Den größten Teil des Bedarfs machen 21 Klassenräume aus. Hinzu kommen unter anderem zwei Fachräume Naturwissenschaften, ein Fachraum Musik mit angrenzenden Übungsräumen sowie eine Spielothek für die Ganztagsschule. Der KGS mangelt es an Platz, weil unter anderem die Schülerzahl steigt, wenn ab 2024 die Jahrgänge mit vielen Geburten die Grundschulen verlassen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Von Andreas Zimmer

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