Hemmingen-Westerfeld

Mutmaßlicher Mörder nach 13 Jahren gefasst

Der mutmaßliche Mörder ist nach rund 13 Jahren gefasst.

In diesem Haus in Hemmingen-Westerfeld wurde der damals 37-jährige Geschäftsmann getötet.

Hemmingen-Westerfeld. Damals hatte der Fall der Polizei Rätsel aufgegeben. Die Ermittler gingen etlichen Gerüchten über eventuelle Mafiakontakte des Mordopfers nach, in der Nachbarschaft war sogar von einer Hinrichtung die Rede. Allerdings konnten dem Geschäftsmann keinerlei Unregelmäßigkeiten vorgeworfen werden. "Über Verbindungen zur Mafia haben wir bis heute keine Erkenntnisse", sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Donnerstag. Der 37-jährige Hemminger war Teilhaber eines hannoverschen Modeunternehmens und handelte in seiner Heimatstadt Istanbul mit Autos und Marmor.

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Da nach Zeugenaussagen in den Wochen vor der Tat zwei Verdächtige in der Villa ein- und ausgingen, erstellte die Polizei zwei Phantombilder, mit denen sie nach den mutmaßlichen Mördern suchte. Außerdem konnten Fahnder am Tatort Fingerabdrücke der mutmaßlichen Mörder sicherstellen.

Im Juli 2003 nahmen Polizisten dann einen der Verdächtigen fest. "Da wir nicht genügend Beweise hatten, mussten wir ihn aber wieder freilassen", sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Von der Festnahme des zweiten Tatverdächtigen erhofft er sich nun weitere Informationen.

Das könnte sich jedoch als schwierig erweisen. Der 45-jährige Kurde hatte sich in die Türkei abgesetzt. Seit 2003 wurde nach ihm mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Bei seiner Festnahme in Polen bestritt der Verdächtige die Tat und gab an, damals nur dabei gewesen zu sein. Außerdem behauptet er, er hätte wegen des Mordes an dem Hemminger Geschäftsmann bereits eine Gefängnisstrafe in der Türkei verbüßt. Dies konnten die deutschen Behörden allerdings noch nicht überprüfen. "Wir haben trotz einer Reihe von Anfragen an die türkischen Behörden noch keinerlei Antwort erhalten, wann und wo er verurteilt worden ist", sagt Klinge laut dem der 45-Jährige dringend tatverdächtig ist.

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Mittlerweile ist der Kurde nach Deutschland ausgeliefert worden und befindet sich in Untersuchungshaft. Zu einem möglichen Tatmotiv gibt es laut Klinge jedoch bis heute keine Erkenntnisse.

Von Stephanie Zerm

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