Arnum

Ortsdurchfahrt Arnum: Planer haben Vorrang

Die Ortsdurchfahrt in Arnum: Was soll mit der Kreuzung B3/Wilkenburger Straße werden? 

Die Ortsdurchfahrt in Arnum: Was soll mit der Kreuzung B3/Wilkenburger Straße werden?

Arnum. Erst die Bürger anhören und dann Konzeptentwürfe erstellen oder doch lieber umgekehrt? Der Hemminger Rat hat sich in der jüngsten Sitzung für die letztere Variante entschieden.

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Die Ratskoalition aus SPD und CDU schmetterte damit den Änderungsantrag der Bündnisgrünen ab, die erst Anregungen von Bürgern sammeln wollten – und zwar im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (lSEK) und des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze warnte davor, das „ISEK mit dem VEP zu überfrachten“. Konze betonte: „Es geht hier um die Feinplanung.“ Die Planer sollen drei Konzepte vorlegen: eine kleine, mittlere und große Lösung. Konze mahnte die Kosten im Blick zu behalten. Es dürfe nicht dazu kommen „zu phantasieren und Luftschlösser zu bauen und nachher zu sagen, es ist nicht finanzierbar“.

Die DUH stellte sich auf die Seite der Grünen. „Man sollte die Leute doch wenigstens mal anhören“, sagte der DUH-Fraktionsvorsitzende Wolf Hatje. „Liegt etwas Fertiges vor, wird es immer verteidigt“, lautete Hatjes Erfahrung. Die DUH rät aber davon ab die Bürgerversammlung mit dem VEP zu verquicken. In kleinerer Runde bei den Bürgerworkshops der Verwaltung 2015 zur Neugestaltung von Arnum-Mitte habe es „gute Ideen“ gegeben.

Konze entgegnete, diese Abende mit je bis zu rund 30 Teilnehmern könnten für Hemmingens größten Stadtteil aber nicht repräsentativ sein. Konze wehrte sich gegen den Eindruck die Bevölkerung werde nicht beteiligt. Er sagte, auch bei den Konzeptentwürfen vorab „wird der Bevölkerung nichts hingeworfen, sondern es ist ein strukturierter Prozess“.

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SPD-Fraktionschef Jens Beismann lehnte Debatten „im luftleeren Raum“ ab. „Wir wissen um den hochumstrittenen Kreisel an der B3/Wilkenburger Straße, aber erst sollte es den Entwurf geben und dann gucken wir, ob er hinten und vorne passt.“ Der Kreisel, so ein Vorschlag im VEP, soll die bestehende Kreuzung ersetzen. Dazu sagte Ulrike Roth, Fraktionsvorsitzende der Grünen: „Wir hätten uns ein Votum zum Kreisel im Vorfeld gewünscht. Hier geht es doch um viel mehr als nur um Verkehrsplanung.“ Roth betonte, inhaltlich seien die Grünen mit dem Antrag der Ratskoalition mit den drei Konzeptentwürfen einverstanden. Dafür stehen jetzt 37.000 Euro im aktuellen Haushalt zur Verfügung.

Von Andreas Zimmer

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