Hemmingen-Westerfeld

Reptilien-Glashaus wird endlich eröffnet

Hog Island trifft Hemmingen: Kuddel heißt die kleine Boa. Sie stammt von einer Inselgruppe vor Honduras. Jürgen Engelhard stammt aus Linden.

Hog Island trifft Hemmingen: Kuddel heißt die kleine Boa. Sie stammt von einer Inselgruppe vor Honduras. Jürgen Engelhard stammt aus Linden.

Hemmingen. Ob er denn jetzt sein Haus verkaufen müsse, fragte ein Hemminger jüngst im Bürgerbüro, weil doch bestimmt bald überall Schlangen durch die Stadt laufen. Als Jürgen Engelhard im Rathaus war, um sein Gewerbe umzumelden, teilte ihm die Mitarbeiterin diese Frage eines besorgten Bürgers mit. „Schlangen laufen nicht, sie kriechen“, lautete Engelhards Antwort, „und mit Sicherheit nicht durch Hemmingen.“ Engelhard hat eine in der Region einzigartige Vielfalt von Reptilien in seinem Glashaus direkt an der Göttinger Straße. Schildkröten, Vogelspinnen, Skorpione, Frösche, Echsen und eben auch Schlangen sind hier zu Hause, bis sie einen neuen Besitzer gefunden haben - denn Engelhard verkauft Reptilien.

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Viel länger als geplant hat es gedauert, bis er endlich eröffnen konnte. Termin war eigentlich Ende Januar. Doch das Bauamt hat eine komplett neue Elektroinstallation für das kleine Geschäft vor dem Wohnhaus gefordert, Parkplätze mussten angelegt, statische Umbauten gemacht werden. „Die Kosten haben sich in Grenzen gehalten“, sagt Engelhard, „ich hatte ja alles schon vorher.“ Die logistische Herausforderung seien die Auflagen der verschiedenen Behörden gewesen - sie sind jetzt alle erfüllt.

Die Tiere sind schon lange hier, der Umzug aus Hannover-Linden in die Nachbarstadt war problemlos. „Wir haben alle in Styroporkästen verpackt, damit sie es warm haben, und dann ging’s los“, sagt Engelhard. Apropos warm: Schon bei offen stehender Eingangstür sind manche der empfindlichen Tiere gefährdet. „Die kriegen ratzfatz eine Lungenentzündung“, sagt Engelhard. Wie kann er erkennen, dass ein Tier krank ist? „Schlangen fangen richtiggehend an zu röcheln, und dann ist es meist schon zu spät.“

Nachdem jetzt die zuständige Tierärztin des Veterinäramtes keinerlei Bedenken gegen die Tierhaltung geäußert hat, ist es so weit: Am Sonnabend, 17. Mai, 10 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen, sich ein eigenes Bild zu machen.

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Von Michael Krowas

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