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Hemmingen

Testphase Blühstreifen: Das erste Fazit

Im Grünzug im Hemminger Gewerbepark in der Nähe des Aldi-Marktes ist dieser Blühstreifen angelegt. Die Aufnahme entstand im August.

Im Grünzug im Hemminger Gewerbepark in der Nähe des Aldi-Marktes ist dieser Blühstreifen angelegt. Die Aufnahme entstand im August.

Hemmingen.Den Hemmingern blüht was – auch im Herbst: Das erste halbe Jahr des neuen Programms ist vorüber. Das Fazit des Städtischen Betriebshofes zu den von ihm angelegten und gepflegten fünf Blühstreifen: Auf einigen Flächen sei die Saat aufgegangen, auf anderen nicht, sagt Leiter Claus Schmidt. Doch der Test auf den insgesamt rund 500 Quadratmetern großen Beeten ist auf drei Jahre angelegt und läuft noch bis 2020 weiter - und das sei gut so, denn der Sommer 2018 sei ein besonders trockener gewesen. „Wir konnten die Flächen nicht ständig beregnen.“

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Die Testphase ist wichtig, denn danach will sich die Stadt für ein bestimmtes Saatgut und bestimmte Methoden entscheiden, wann und wie sie es in den Boden bringt. Auf welchen öffentlichen Flächen das sein wird, steht Schmidt zufolge noch nicht fest. Denkbar sei zum Beispiel der Grünzug in der Nähe der Leinestraße in Arnum und sogenannte Ausgleichsflächen für versiegeltes Areal.

Die Blühstreifen sollen nicht nur das Auge des Betrachters erfreuen. Hemmingen soll gewissermaßen ein Schlaraffenland für Bienen werden. Der Rat macht sich für die gefährdeten Insekten stark und hat das Versuchsprogramm auf den Weg gebracht, damit es in Hemmingen mehr summt und brummt als bisher.

Vier unterschiedliche Saatgutmischungen hatte der Betriebshof im April 2018 ausgebracht. Das klingt einfach, ist es aber nicht, denn zu jeder Mischung gibt es eine Gebrauchsanweisung auf einem DIN-A-4-Blatt. „Das ist eine kleine Wissenschaft für sich“, sagt Schmidt. Auf der Fläche am Grünzug nahe des Hemminger Real-Marktes sei sie weitgehend aufgegangen, auf jener in dem Grünzug in der Nähe der Aldi-Filiale sei zu etwa 70 Prozent Wildkraut gewachsen. Letzteres hat der Betriebshof nun entfernt. „Auf der Fläche bei Real mähen wir ab und gucken, was passiert“, sagt Schmidt. Sämtliche Pflanzen seien ohnehin einjährig, verblühen also nach dem Sommer und säen sich wieder selber aus.

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Weil sich auf Rasen nichts einsäen lässt, hat der Betriebshof in der Nähe des Real-Marktes etwas Neues ausprobiert. „Wir haben den Rasen mit Brenngeräten für Unkraut totgebrannt, Sand aufgebracht und die Samen eingeharkt.“ Das Ergebnis enttäuschte: „Es hat nicht funktioniert. Der Rasen ist wieder gekommen.“ Auf dieser Fläche soll nun auch der Rasen entfernt und die Hälfte der dortigen Fläche mit einer Herbsteinsaat versehen werden und die andere entsprechend später mit einer Frühjahrssaat.

Der Betriebshof hat für die Testphase zudem unterschiedliche Maschinen eingesetzt: Bei Real war es eine Rasenschälmaschine, mit der der Rasen in Bahnen abgeschält und aufgerollt entsorgt werden kann, und bei Aldi der herkömmliche Friedhofsbagger. „Das Ergebnis ist ähnlich gewesen. Bei der Schälmaschine gab es aber etwas weniger Material zum Abtransportieren.“ Für den städtischen Etatentwurf 2019 hat der Betriebshof einen sogenannten Mähcontainer angemeldet. „Zurzeit erledigen wir viel mit der Hand, doch das ist aufwändig. Das neue Gerät kann grob abmähen und gleichzeitig aufsammeln.“ Dann ist alles fertig, wenn im Frühjahr wieder die Natur erwacht, und die Bienen können anschwirren.

Von Andreas Zimmer

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