Isernhagen N.B.

Helfernetzwerk und Jugendpflege feiern buntes Kinderfest

Ahlam (11) bemalt einen Tontopf und bepflanzt ihn mit Kresse. Andrea Pfitzner schaut ihr über die Schulter.

Ahlam (11) bemalt einen Tontopf und bepflanzt ihn mit Kresse. Andrea Pfitzner schaut ihr über die Schulter.

Isernhagen N.B. Gelebte Integration bei strahlendem Sonnenschein: Bunt gemischt, multikulturell und generationsübergreifend hat das Helfernetzwerk, eine Willkommensinitiative von Isernhagener Bürgern für Geflüchtete und der Gemeindejugendpflege Isernhagen, das dritte Kinderfest gefeiert. Die Organisatoren hätten sich sicher über eine größere Anzahl Besucher gefreut.

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Im Schatten unter den Bäumen auf der Wiese hinter dem Jugendtreff, Am Ortfelde 74c, hatten die zehn Betreuer mehrere Spielstationen für die kleinen Besucher aufgebaut, an denen diese ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten erproben konnten.

Wasserlaufen ist bei Kindern beliebt

Bei dem guten Wetter und den heißen Temperaturen war vor allem das Wasserlaufen gefragt. Friederike Nehls und Christiane Behme erklärten den Teilnehmern die Spielregeln. Karim und Milad hatten schnell begriffen, worum es ging. Mithilfe eines Schwamms beförderten sie Wasser von einem Gefäß in ein anderes. Gewinner war, wer seinen Eimer zuerst gefüllt hatte.

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Ruhiger ging es beim Riesenmikado zu, beim Obstwiegen mit einer Tafelwaage und dem Wald-Memory aus Eichelhütchen, bei dem gleiche Farbpaare gesucht werden mussten. Die Vier- bis Zehnjährigen hatten viel Spaß und sammelten eifrig Stempel, die nach jeder absolvierten Spielstation vergeben wurden. Während der Nachmittag für die Kinder wie im Flug verging, hatten Mütter und Väter Zeit zum Kaffee trinken und für Gespräche.

Gemeindejugendpfleger: „Wir müssen dranbleiben“

"Veranstaltungen wie das Kinderfest sind wichtig. Die Integration von Geflüchteten gelingt zwar schon gut, aber wir müssen dranbleiben", sagte Gemeindejugendpfleger Thomas Jüngst. "Der Fokus bei der Betreuung ändert sich, nachdem viele Flüchtlinge jetzt bereits längere Zeit in Deutschland sind", ergänzte Beatrice van den Boom, Mitglied im Helfernetzwerk.

Vieles sei bereits organisiert. Es gehe jetzt verstärkt um Wohnungssuche und Berufsfindung. „Wir können weitere Probleme in den Blick nehmen, wie die Traumatisierung der Geflüchteten, das Mann-Frau-Verhältnis in islamischen Familien und das Thema Gender“, sagte sie.

Die Migranten seien zunehmend eine Bereicherung. Sie kümmerten sich um Neuankömmlinge. Beim Kinderfest haben sie jetzt auch Spielstationen betreut. Jinda Shekhe beaufsichtigte zum Beispiel das Sackhüpfen.

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Kinder verstehen nun Deutsch

Laetitia Hiemann, Mitglied im Helfernetzwerk, macht die zunehmenden Deutschkenntnisse dafür verantwortlich, dass es inzwischen mehr Wechselbeziehungen gibt. „Wir können die Spiele beim Kinderfest inzwischen auch sprachlich anleiten. Die Kinder verstehen uns“, sagte sie.

Sommerfestbesucher Ibrahim Haji Khalaf aus dem Irak ist bereits drei Jahre in Deutschland. „Ich möchte Kranführer werden, habe aber leider den Deutschtest nicht bestanden“, erzählte er. Er wolle in Deutschland bleiben. Vom Kinderfest war er begeistert. „Alle sind glücklich“, sagte er.

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Von Sybille Heine

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