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Isernhagen

Neues Beratungsangebot unterstützt behinderte Menschen

Kathrin Buchmann berät künftig an jedem letzten Montag im Monat im Rathaus Menschen mit Behinderung sowie Eltern, die ein Kind mit Einschränkungen haben.

Kathrin Buchmann berät künftig an jedem letzten Montag im Monat im Rathaus Menschen mit Behinderung sowie Eltern, die ein Kind mit Einschränkungen haben.

Altwarmbüchen.Die Gemeinde Isernhagen erweitert ihr Beratungsangebot: Von März an werden behinderte Menschen unter dem sperrig klingenden Namen „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) regelmäßig im Rathaus in Altwarmbüchen beraten. Das Angebot haben die Integrationsbeauftragte Irene Sassenburg-Fröhlich, der Seniorenbeauftragte Ralf Henneberg sowie Kathrin Buchmann, Leiterin des EUTB-Büros in Pattensen, am Montag vorgestellt.

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Angebot ist für Betroffene kostenlos

Die Beratung richtet sich an behinderte Menschen und Eltern, die ein Kind mit Handicap haben. „Das Angebot ist kostenlos und unabhängig von Kranken- oder Rentenkassen“, sagte Buchmann. Hilfe gibt es, wenn beispielsweise ein Schwerbehindertenausweis benötigt wird, ein Pflegebedürftiger neu eingestuft oder ein Hilfsmittel beantragt werden muss und Betroffene oder Angehörige nicht weiter wissen. Als Beispiel nannte Buchmann auch ein junges Mädchen, die nicht hören kann. „Damit sie wie alle andere Schüler den Unterricht verfolgen kann, konnte für sie eine drahtlose FM-Anlage mit Mikrofonen für die Mitschüler angeschafft werden“, erzählte Buchmann.

Auch einem 56-jährigen Mann hatte Buchmann geholfen: Er habe sich zuerst den Knöchel gebrochen. Mit der Verletzung sei er auf einer Treppe gestürzt und seitdem querschnittsgelähmt. „Schritt für Schritt führte die Beratung dazu, dass der Mann heute mit Hilfsmitteln in eigenen vier Wänden wohnen kann“, nannte Buchmann ein weiteres Beispiel.

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Beraterin ist selbst behindert

„Wir sind keine Konkurrenz zu anderen Einrichtungen oder Institutionen“, betonte sie. Vielmehr gehe es darum, niedrigschwellig und ergänzend zu beraten. Dabei verfügt die Mutter eines Diabetikers selbst über jahrzehntelange Erfahrung. Seit einem Autounfall vor fast 30 Jahren ist sie selbst behindert.

Vor einem Jahr hat die EUTB die Arbeit aufgenommen. Mittlerweile gibt es zentral gelegene Anlaufstellen in Barsinghausen, Laatzen, Pattensen, Nordstemmen, Sarstedt, Alfeld – und jetzt auch in Isernhagen. EUTB wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Insgesamt 435 Beratungen habe es im vergangenen Jahr gegeben. Mehr als 100 Beratungen seien es schon seit Jahresbeginn und der Bedarf somit groß, sagte die Leiterin.

Die Beratung ist künftig an jedem letzten Montag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr im Rathaus in Altwarmbüchen, Bothfelder Straße 29, zu finden. Der Raum ist barrierefrei erreichbar. Der nächste Termin ist am Montag, 25. März. Anmeldungen sind nicht notwendig. Wer dennoch Fragen vorab hat, erreicht Kathrin Buchmann unter Telefon (0176) 41195172. Weitere Informationen gibt es auch auf www.teilhabeberatung.de.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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