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Laatzen

Miersch und Jagau kalauern über Kommunal- und Weltpolitik

Matthias Miersch (links) und Hauke Jagau tragen mehrere selbst gedichtete Lieder vor.

Matthias Miersch (links) und Hauke Jagau tragen mehrere selbst gedichtete Lieder vor.

Laatzen-Mitte.Von lustigen Geschichten aus der Laatzener Kommunalpolitik bis zu Donald Trump: Regionspräsident Hauke Jagau und der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch sind beim Politischen Aschermittwoch der Laatzener SPD im Forum der Erich-Kästner-Schule (EKS) als Festredner aufgetreten. Unter dem Motto „Und am Anfang stand das Bürgerbüro“ erinnerten sie auf humorvolle Weise an ihre gemeinsame Tätigkeit in der Laatzener Politik.

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Dabei gaben Miersch und Jagau so manche bislang noch unbekannte Annekdote zum Besten. Nachdem Miersch mit Anfang 20 SPD-Fraktionsvorsitzender im Laatzener Rat geworden war, habe er sich einen jungen und dynamischen Bürgermeisterkandidaten gewünscht. Auf Vermittlung einer Hannoverschen Rechtsanwältin, bei der sowohl Miersch als auch Jagau ihr Referendariat absolviert hatten, erklärte sich Jagau 1995 dazu bereit, für das Amt zu kandidieren. „Allerdings nicht ohne Protest meiner damaligen Freundin, die nur die Skyline von Laatzen kannte“, sagte Jagau und ergänzte. „Meine frühere Freundin ist heute meine Frau – und wir wohnen mittlerweile seit 20 Jahren in Laatzen und fühlen uns hier sehr wohl.“

Panne beim Werbefaltblatt für den Bürgermeisterkandidaten

Zu einer Panne kam es dann allerdings beim Drucken eines Werbefaltblatts für den Bürgermeisterkandidaten Hauke Jagau, wie Miersch erzählte. „Ich hatte gerade die frisch gedruckten Flyer abgeholt, als ich im Auto an einer roten Ampeln stand und sie mir ansah.“ Dabei habe er mit Schrecken bemerkt, dass Ingeln-Oesselse auf dem Faltblatt fehlte. „Die Flyer wurden dann ganz schnell im Keller versteckt und später in den Alt-Papier-Containern der gesamten Region entsorgt“, erzählte Miersch, der von 1991 bis 2018 dem Laatzener Rat angehörte.

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1996 wurde Jagau dann mit 35 Jahren zum „jüngsten eingleisigen Bürgermeister Deutschlands“ gewählt. Das Amt hatte er inne, bis er 2006 Regionspräsident wurde.

Eine weitere Anekdote gaben Miersch und Jagau über den Bau des Aqualaatziums preis. „Damals erhielten wir für das Projekt vom Bund der Deutschen Steuerzahler ein symbolisches Fass ohne Boden“, erzählte Miersch. „Wir hatten für die Übergabe aber einen Deckel vorbereitet, den wir dann unter das Fass machten.“

Duo Miersch und Jagau trägt selbstgedichtete Lieder vor

Von Laatzen kalauerten sich Miersch und Jagau weiter bis zu Themen wie dem Datenschutzgesetz, der Bundeswehr, Donald Trump, dem Brexit und politischen Gegnern wie der FDP (“Feige demokratische Partei“). Dabei scheute das Duo auch nicht davor zurück, mehrere selbstgedichtete Lieder vorzutragen. Zur Gitarrenbegleitung des Regionspräsidenten gaben sie unter anderem eine Hommage an „Laatzen Downtown“ zum Besten.

Für ihren kabarettistischen Vortrag erhielten Miersch und Jagau viel Applaus von den rund 130 Besuchern, die noch bis spät in den Abend beim traditionellen Matjes- und Frikadellenessen zusammensaßen.

Von Stephanie Zerm

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