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Ingeln-Oesselse

Schüler gehen mit Senioren auf Spurensuche

Die Teilnehmer des Projekts „Spurensuche“ stellen ihr Musikvideo vor: Helga Wolf, Rosemarie Stünkel und Gisela Sydekum vom Seniorentreff Oesselse (vordere Reihe, 1., 2. und 4. von rechts), Rapper Spax und Lorenz Seherr (3. und 5. von rechts) sowie die Drittklässler der Grundschule Oesselse.

Die Teilnehmer des Projekts „Spurensuche“ stellen ihr Musikvideo vor: Helga Wolf, Rosemarie Stünkel und Gisela Sydekum vom Seniorentreff Oesselse (vordere Reihe, 1., 2. und 4. von rechts), Rapper Spax und Lorenz Seherr (3. und 5. von rechts) sowie die Drittklässler der Grundschule Oesselse.

Ingeln-Oesselse.Es ist nicht so leicht, alle Kinder auf dem Boden der Aula zur Ruhe zu bekommen. Eigentlich will Spax nur ein paar Fragen der Drittklässler beantworten, doch ohne klare Ansage geht es nicht: „Jetzt seid doch bitte mal ruhig, sonst können wir uns nicht verstehen“, ruft der Rapper. Zu groß ist bei den Schülern noch die Aufregung über das Musikvideo, das sie gerade angesehen haben – und in dem sie selbst die Hauptrollen spielen.

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Der hannoversche Rapper Spax beantwortet Fragen zum Projekt Spurensuche. 20 die Drittklässler haben am Projekt teilgenommen, einen Rapsong geschrieben und in einem Musikvideo mitgespielt.

Der hannoversche Rapper Spax beantwortet Fragen zum Projekt Spurensuche. 20 die Drittklässler haben am Projekt teilgenommen, einen Rapsong geschrieben und in einem Musikvideo mitgespielt.

Das Video ist der Abschluss des Projekts „Spurensuche – deine Geschichte, meine Gegenwart“, das der hannoversche Künstler Spax mit seinem Partner Lorenz Seherr, 20 Kindern der Grundschule Oesselse und vier Senioren gestaltet hat. Ziel der gemeinsamen Arbeit war es, die Jungen mit den Älteren zusammenzubringen, damit sie voneinander lernen. Ein Experiment, bei dem Spax und Seherr vorher selbst nicht klar war, ob es funktionieren könnte. Fazit: Es konnte. Die Schüler erarbeiteten in der vergangenen Woche Fragen, zogen durch Oesselse und beschäftigten sich mit der Geschichte des Orts. Dazu befragten sie die vier Senioren vom Seniorentreff, die sich für das Projekt gemeldet hatten.

Rosemarie Stünkel, 81, ist eine von ihnen. Sie selbst wurde 1943 eingeschult, in einer Klasse mit acht Jahrgängen und nur einem Lehrer. Damals, so erzählte sie es den Drittklässlern von heute, sei die Oesselser Schule in der Gleidinger Straße gewesen, der Jugendtreff „Alte Penne“ ist danach benannt. Sie erklärte den Kindern, wie ihre Schulzeit und das Leben in Oesselse war. Stünkel ist im Video zu sehen und zu hören, das Spax und Seherr von den Interviews und der Spurensuche im Ort gefilmt und geschnitten haben. Besonders ist, dass die Projektgruppe gemeinsam einen Rap-Song geschrieben hat. „Das ist unser Dorf, unser Leben, unser Ort“, heißt es etwa im Refrain. Gerappt haben Kinder und Senioren. „Spax hat uns einen Crashkurs im Rappen gegeben“, sagt Gisela Sydekum, 68. „Erst waren wir skeptisch, es hat aber gut geklappt und viel Spaß gemacht.“

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Für Spax, der mit bürgerlichem Namen Rafael Szulc-Vollmann heißt, ist das Experiment gut gelaufen. „Ich habe ein paar persönliche Leuchttürme und das hier ist definitiv einer“, so der Künstler. Das Projekt ist Teil von „Demokratie leben“, einem vom Bundesfamilienministerium geförderten Programm. Getragen wird es vom Verein Jukus, der Kinder- und Jugendkreativschule in Laatzen.

Das Video soll in Kürze im Internet zu sehen sein: auf demokratie.laatzen.de/de/spurensuche.html

Von Katharina Kutsche

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