Rethen

Wohnpark will wieder ,schwarze Zahlen’ schreiben

Sind optimistisch für die Zukunft des Wohnparks Rethen (von links): Pflegedienstleiterin  Heike Borck sowie die drei im Januar ernannten ehrenamtlichen Geschäftsführer Dagmar Brusermann, Rüdiger Krafft und Joachim von der Osten.

Sind optimistisch für die Zukunft des Wohnparks Rethen (von links): Pflegedienstleiterin Heike Borck sowie die drei im Januar ernannten ehrenamtlichen Geschäftsführer Dagmar Brusermann, Rüdiger Krafft und Joachim von der Osten.

Rethen. Die zur Diakonischen Altenhilfe Region Hannover (DARH) gehörende Gesellschaft und Pflegeeinrichtung Wohnpark Rethen ist in den vergangenen Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten und soll wieder auf Kurs gebracht werden. Im Zuge der seit Jahresbeginn vorbereiteten und im August gestarteten Restrukturierung geht die Gesellschaft den nächsten Schritt in dem Insolvenzverfahren in Eigenregie: Zum 1. November will das zuständige Amtsgericht Gifhorn das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnen. Die Geschäftsführung äußert sich weiterhin zuversichtlich.

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In enger Zusammenarbeit mit einem insolvenzrechtlichen Berater der Eigenverwaltung, einem Rechtsanwalt, sowie dem vom Gericht bestellten vorläufigen Sachverwalter sei es bereits gelungen, „vielfältige Sanierungsansätze umzusetzen“, so Dagmar Brusermann, eine von drei seit Januar tätigen ehrenamtlichen Geschäftsführern. Es seien viele Gespräche und Verhandlungen geführt worden, um den Wohnpark Rethen zurück in die schwarzen Zahlen führen zu können, „ohne dass die Qualität der Betreuung der Bewohner darunter leidet“, wie Brusermann betont.

Übereinkunft beim Pachtvertrag

Besonders wichtig waren die Gespräche mit der Eigentümerin der 2004 gebauten Pflegeeinrichtung, der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr. In einer Übereinkunft sei es gelungen, „den Pachtvertrag an aktuelle Rahmenbedingungen anzupassen“, teilte die Geschäftsführerin mit. Anders ausgedrückt: Die Gesellschaft kann das dreigestöckige Gebäude nun für weniger Geld nutzen. Ebenfalls wichtig für eine ausgeglichene Bilanz: Die Auslastung des Hauses habe weiter gesteigert werden können. Von den 86 Betten waren zuletzt 78 belegt. Damit nähert sich der Wohnpark Rethen der für die Wirtschaftlichkeit wichtigen Quote von mindestens 92 Prozent.

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Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und als Arbeitgeber interessant zu sein, will die Gesellschaft ihre Beschäftigten außerdem künftig nach Tarif bezahlen, zusätzliche qualifizierte Kräfte einstellen und die Leiharbeit verringern. Konkret gehe es darum, anstatt der beiden Vollzeitstellen mit Leiharbeitern zwei Vollzeitstellen mit eigenen Mitarbeitern zu schaffen. Der Wohnpark hat rund 60 Mitarbeiter.

Der nötige Insolvenzplan soll nach der vom Amtsgericht für den 1. November geplanten Eröffnung vorgelegt werden. „In diesem Plan werden wir die geeigneten Maßnahmen definieren, um mit unseren Gläubigern in gutes Einvernehmen zu gelangen und dem Wohnpark Rethen eine solide Basis für die Zukunft zu bauen“, betonte die ehrenamtliche Geschäftsführerin Brusermann. „Ich bin sicher, dass uns das gelingen wird.“

Von Astrid Köhler

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