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Langenhagen

Feuerwehr übt gleich nach realem Einsatz

Die Feuerwehr muss zur Übung ein brennendes Auto löschen.

Die Feuerwehr muss zur Übung ein brennendes Auto löschen.

Godshorn/Langenhagen.Da sind die Ehrenamtlichen der Feuerwehr in Langenhagen durchaus hart im Nehmen. Nach einem realen Gefahrguteinsatz im Gewerbegebiet Godshorn gab es kaum Zeit zum verschnaufen. Denn schon kurz danach folgte die nächste Alarmierung – dieses Mal allerdings zu Übungszwecken. Aber unter realen Bedingungen.

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Zunächst war die Feuerwehren aus Godshorn, Langenhagen und Kaltenweide am Donnerstag gegen 16.40 Uhr wegen eines Gefahrgutunfalls zu einer Spedition an die Bayernstraße ins Godshorner Gewerbegebiet ausgerückt. Dort war 400 Liter ätzende Flüssigkeit aus einem defekten Fass ausgelaufen. Mit einem Großaufgebot rückten die Ehrenamtlichen unter Leitung von Michael Schuster an. Dort war nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Christian Hasse beim Verladen ein Behälter versehentlich von einem Gabelstapler beschädigt worden. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Bei Unglück wird niemand verletzt

Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort. Doch die Mitarbeiter des Unternehmens hatten bereits besonnen reagiert. Sie richteten das beschädigte Fass wieder mithilfe eines Gabelstaplers auf, so dass nicht noch mehr Kaliumhydroxid – auch als Kalilauge bekannt – auslaufen konnte. Dieser Stoff gilt als ätzend und gefährlich bei Kontakt und direkter Inhalation, erläutert Hasse. Gleichzeitig streute die Belegschaft die Lache mit Bindemittel ab und evakuierte die Werkshalle vorsorglich.

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Da die ausgetretene Flüssigkeit auch in den Regenwasserkanal gelangt war, wurden Mitarbeiter der Langenhagener Stadtentwässerung sowie von der Unteren Wasserbehörde der Region informiert. Wie Stadtsprecherin Juliane Stahl am Freitag berichtete, sperrten ihre Kollegen den Kanal mit einem Dichtkissen ab. Zudem habe die Spedition eine Fachfirma für die Reinigung ihrer Leitungen beauftragt. Diese Arbeiten dauerten den Freitag über an. Eine Verschmutzung im öffentlichen Bereich wurde indes nicht festgestellt, sagte Stahl auf Anfrage weiter.

Auto brennt zu Übungszwecken

Die Langenhagener Ortsfeuerwehr hat in diesem Jahr bereits knapp 300 Einsätze absolviert. Dennoch muss parallel immer wieder geübt werden. Dazu wurden die Ehrenamtlichen am Donnerstag um 19.11 Uhr alarmiert. Bei der Übung wurde ein Verkehrsunfall auf einem Firmengelände an der Emil-Berliner Straße simuliert. Eines der beteiligten Fahrzeuge geriet in Brand, im zweiten Auto wurde der Fahrer eingeklemmt. Wegen der starken Rauchentwicklung bestand zudem Gefahr für die Mitarbeiter eines angrenzenden Betriebsgebäudes. Knapp 40 Kräfte rückten unter Leitung von Christian Hasse, der kurz vorher noch beim Gefahrgut-Einsatz weilte, aus.

Die Übung wurde von den Langenhagener Feuerwehr-Zugführern Marcel Hofmann und Karsten Patz ausgearbeitet. Das Drehbuch wurde in der Art gestaltet, um die vielfältigen Ausbildungsinhalte zu prüfen, die in den Feuerwehrleuten in diesem Jahr vermittelt worden sind. „Die Fülle an Themen führte letztlich zu einer Lage mit Anteilen der Brandbekämpfung als auch der technischen Hilfeleistung“, sagte anschließend Stadtfeuerwehrsprecher Stephan Bommert. „Die Übungsziele waren nach einer Stunde erreicht.“

Von Sven Warnecke

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