Langenhagen

Halteverbot gegen Dauerparker

Fluggäste aus anderen Kommunen blockieren zunehmend die Parkplätze am S-Bahnhof Langenhagen-Mitte. Das sorgt für Ärger bei Berufspendlern.

Fluggäste aus anderen Kommunen blockieren zunehmend die Parkplätze am S-Bahnhof Langenhagen-Mitte. Das sorgt für Ärger bei Berufspendlern.

Langenhagen. Mit Beginn der Ferienzeit verwandeln sich Anwohnerstraßen und Parkflächen rund um die S-Bahnhöfe zu Dauerparkflächen für jene Reisenden, die in den Urlaub fliegen. „Seit drei Wochen stehen Autos am S-Bahnhof Mitte“, klagt Horst Kaiser. Er nutzt normalerweise die Flächen rund um den S-Bahnhof, um sein Auto zu parken und mit der Bahn zur Arbeit zu fahren.

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Das aber funktioniere momentan nicht mehr: „Der Radius für die Parkplatzsuche wird immer größer. Angesichts der zusätzlichen Zeit lohnt sich das Umsteigen auf die Bahn nicht mehr.“ Deshalb wünsche er sich von der Stadt schnelle Hilfe. Denn: „Wenn die Eishalle tatsächlich mehr Veranstaltungen anbietet, dann verschärft sich die Situation noch mehr“, ist er überzeugt.

Der Verwaltung ist die Problematik bekannt, wie Stadtsprecherin Juliane Stahl sagt. „Auch wir haben entsprechende Hinweise erhalten.“ Dabei habe die Stadt vor allem die Flächen westlich des S-Bahnhofs Mitte im Blick: Dort befindet sich der Rundbogen, der derzeit nicht befestigt und ausgebaut ist. In diesem Bereich fehle der Stadt eine Handlungsmöglichkeit, sagt Stahl. Denn die von Pendlern gewünschten Schilder für einen Park-and-ride-Platz gäben keine zeitliche Befristung vor.

Anders gestalte sich die Situation auf dem Behelfsplatz neben McDonald’s. „Für dieses Areal planen wir ein nächtliches Halteverbot von einer Stunde“, kündigt die Sprecherin an. Autos dürften also 23 Stunden täglich stehen, müssten dann aber bewegt werden. „Die Einhaltung dieses Verbots lässt sich effektiv kontrollieren“, sagt sie und geht davon aus, dass allein das Aufstellen eines solchen Schildes etliche Dauerparker abschrecken wird. „Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit.“ Über das Vorhaben werde die Stadt demnächst die Politiker informieren.

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Gleichwohl: Diese Idee lasse sich nicht überall im Stadtgebiet realisieren. „Wenn wir ein solches Verbot beispielsweise für den Pferdemarkt einrichten, treffen wir immer auch die Anwohner“, sagt Stahl. Genau dies wolle die Verwaltung aber vermeiden.

Polizei schleppt aufgebrochene Fahrzeuge ab

In Langenhagen verschwinden immer wieder Autos – ob an Straßen oder in Parkhäusern abgestellt. Doch nicht immer sind sie gleich gestohlen. Einige Fahrzeuge werden auch abgeschleppt. Etwa weil sie im Halteverbot standen oder nach einem Aufbruch von der Polizei sichergestellt werden mussten, sagt Polizeisprecher Manfred Pätzold. Wenn der Halter nicht erreicht werden kann, da er sich im Urlaub befindet, holt die Polizei ein Abschleppunternehmen wegen der sogenannten Eigentumssicherung. Deshalb führt die Polizei sogenannte Abschlepplisten. Mit einem Blick in dieses Verzeichnis kann die Polizei sehen, wo ein vermeintlich verschollenes Fahrzeug aktuell steht. Deshalb empfiehlt Pätzold Haltern, die ihr Fahrzeug nicht mehr finden, vor einer großen Suchaktion bei der Polizei nachzufragen.

Allerdings betont er auch, sich beim Parken den Standort des Autos zu merken. Etwa mithilfe eines Fotos mit dem Mobiltelefon: vom Straßenzug, von markanten Gebäuden in der Nähe oder der Etagen- und Standplatznummer im Parkhaus. Das könne beim Wiederfinden helfen, weiß der Polizist aus Erfahrung. Er ist sich sicher, dass der beste Platz für das Auto von Flugreisenden die Parkflächen des Airports sind. Denn nur wegen der Gebühren im Stadtgebiet zu parken, sei „vielleicht am falschen Ende gespart“, meint er mit Blick auf die weiteren Wege und zusätzlichen Transportkosten.

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