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Langenhagen

Hortkinder blicken „Kräuterhexen“ über Schulter

Kinder setzen mit Hilfe von Marion Lehne von der Kita Kaltenweide sowie Apotheken-Mitarbeitern Edyta Pawlak-Grassmann (rechts) die Kräuter, über deren Heilwirkung sie anschließend erfahren werden, in die Erde.

Kinder setzen mit Hilfe von Marion Lehne von der Kita Kaltenweide sowie Apotheken-Mitarbeitern Edyta Pawlak-Grassmann (rechts) die Kräuter, über deren Heilwirkung sie anschließend erfahren werden, in die Erde.

Kaltenweide.Nur gute Nachrichten kann der Chef des Vereins Bürger für Kaltenweide, Florian Windeck, an diesem kühlen Morgen vermelden. Der Fortbestand des Projekts „Blumen- und Gemüsegarten“ an der Pfeifengrasstraße ist seinen Angaben zufolge nicht nur gesichert und noch viel wichtiger:„Wir bauen dort unsere Aktivitäten aus“, betont der Vorsitzende.

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So hat der BfK mit Jan Waldhecker von der Oliven-Apotheke sowie Andrea Plecksnies, Leiterin der Kindertagesstätte Kaltenweide samt ihrem Team, neue Unterstützer für ein neues Projekt dazugewinnen können. Es geht um ein Gewürz- und Heilkräuterbeet auf dem städtischen, gut 1000 Quadratmeter großen Areal. „Und darauf freuen wir uns“, sagt Windeck.

Zum Auftakt haben sich jetzt die Verantwortlichen von Kita und eben Fachfrauen aus der Apotheke zusammen mit den jungen Aktiven – Hort-Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren – getroffen, um eben nicht nur die Gewächse in den Boden zu bringen, sondern die bereits vorhandene sogenannte Kräuterspirale mit entsprechenden Pflanzen für diese Saison fit zu machen.

Der achtjährige Luca schaufelt ein Pflanzloch für die Heilkräuter.

Der achtjährige Luca schaufelt ein Pflanzloch für die Heilkräuter.

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Nach Angaben Windecks wird das Projekt von Edyta Pawlak-Grassmann und Beate Laes von der Oliven Apotheke – die sich aber nicht als „Kräuterhexen“ bezeichnen lassen wollen – sowie Marion Lehne vom Hort der Kita Kaltenweide geleitet.

Projekt soll Kindern Natur näher bringen

„Wir unterstützen das Projekt gerne, weil für die Kinder und uns naturnahe Erfahrungen, gerade in der heutigen Zeit von unermesslichem Wert sind“, betont Plecksnies. Zudem verstehe sich die Kita und der Hort als Teil der Gemeinschaft in Kaltenweide. Für Plecksnies und ihr Team sei es auch wichtig, „dass die Kinder selbstwirksam Gemeinschaft mitgestalten“ können. Aus diesem Grund sei die Aktion hochwillkommen. Die Kleinen kommen auch nicht ganz unvorbereitet zu dem Termin. „Kräuter pflegen wir auch in der Kita, zum Beispiel für die Herstellung von Honig, Kräutertees und Ähnlichem“, berichtet die Leiterin.

Kinder und Erzieher der Kita Kaltenweide setzen die Kräuter, über deren Heilwirkung sie anschließend erfahren werden.

Kinder und Erzieher der Kita Kaltenweide setzen die Kräuter, über deren Heilwirkung sie anschließend erfahren werden.

Pawlak-Grassmann, die die Idee der Zusammenarbeit jetzt entwickelt hat, hebt auch hervor, dass so den „Kindern die Natur näher gebracht und das Interesse dafür geweckt wird“. Für sie ist aber auch wichtig: die Existenz des Kräutergartens den Kaltenweidern vor Augen führen. Denn nach Ansicht der Projektverantwortlichen habe sich das bislang bei den Bürgern nicht überall herumgesprochen.

Für Waldhecker und sein Apotheken-Team ist auch wichtig, den Menschen die vielfach in Vergessenheit geratene pharmazeutische Heilwirkung und Anwendung von ausgewählten Heilpflanzen näher zu bringen. Die dafür ausgewählten Pflanzen werden nun – so das erklärte Ziel – von den Hortkindern über den ganzen Sommer gepflegt.

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Trotz Vandalismus: Bienen-Projekt wird fortgesetzt

Doch mit der Heilpflanzen-Aktion hören die guten Nachrichten aus dem Garten nicht auf: Auch das Bienen-Projekt wird – trotz mehrfacher Vandalismus-Schäden – nach Windecks Angaben fortgesetzt. Und dank diverser weiterer Sponsoren hat der Verein für dieses Jahr auch keine weitere städtische Förderung beantragt und damit den kommunalen Haushalt belastet, erzählt der Vorsitzende. Gleichwohl: Der Kaltenweider Ortsrat fördert auch in diesem Jahr den Garten für die Allgemeinheit, will Windeck nicht vergessen zu erwähnen. Und mittlerweile gibt es seit kurzem 14 Aktive, die auf dem Projektgelände nach dem Rechten sehen und unterstützend beim Gärtnern helfen.

BfK schreibt eine Erfolgsgeschichte im Dorf

Der Verein Bürger für Kaltenweide ist im Februar 2013 von seinerzeit 15 Aktiven gegründet worden. Mittlerweile gibt es knapp 80 Mitglieder. Der Vorsitzende Florian Windeck bezeichnet den Vereinszweck als „die Förderung des Gemeinwesens und des Miteinanders der Bürgerschaft in Kaltenweide“.

Doch nicht nur das. Der BfK will den Finger in etwaige Wunden legen, indem auf der einen Seite Fehler oder Missstände kritisiert, aber auch Lösungen präsentiert werden. Windecks Angaben zufolge geht es um die Anliegen der Mitglieder – ergo um die der „Kaltenweider Bürgerschaft gegenüber den Vertretern der Politik, der Stadt Langenhagen und deren Verwaltung“.

Die Projektidee für den Gemüsegarten entstand im Jahr 2016 im BfK-Arbeitskreis „Flucht“. Dabei geht es um die Bewirtschaftung eines Blumen- und Gemüsegartens in Kaltenweide. Die Stadt steuerte dafür die gut 1000 Quadratmeter große Fläche in unmittelbarer Nähe zum Interkulturellen Erlebnispark (IKEP) kostenlos bei. Ziel ist es, Einwohner und Geflüchtete oder Menschen mit Migrationshintergrund zusammen zu bringen „und gegenseitige Ängste abzubauen und durch die gemeinsame Arbeit voneinander zu lernen“, betont Windeck. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.blumengarten-kaltenweide.de im Internet.

Von Sven Warnecke

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