Langenhagen

Jugendliche dürfen ganz legal Graffiti sprayen

Der Leiter der Aktion, Benjamin Altner, besprüht auf besonderen Wunsch auch noch einen Ball.

Der Leiter der Aktion, Benjamin Altner, besprüht auf besonderen Wunsch auch noch einen Ball.

Kaltenweide. Die Faszination Graffiti – Bilder zu sprayen – wird seit Jahrzehnten einfach nicht älter. 25 Jungen und Mädchen haben das Angebot der Arbeiterwohlfahrt (AWO) angenommen und ganz legal in Kaltenweide gesprüht. Schauplatz war erneut der Interkulturelle Erlebnispark (IKEP).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rund um den Treffpunkt im Weiherfeld wurden am Sonnabend die Sprühdosen geschüttelt und angesetzt, um in Klein- und Großformaten kreative Ideen umzusetzen. Dies war schon die zweite Graffiti-Aktion dort. Überwiegend Acht- bis 14-Jährige hatten daran ihren Spaß, und es waren sogar einige Mädchen mehr als Jungen, die sich die Schutzmasken über das Gesicht zogen. „Die Mädchen sind engagierter und hartnäckiger bei der Sache“, beobachtete der Leiter der Aktion, Benjamin Altner. Als Bundesfreiwilligendienstler beim Kreisjugendwerk der AWO stand auch Moritz Würdemann am Treff an der Pfeifengrasstraße den Jugendlichen zur Seite, wenn sie ihre Skizzen und Entwürfe auf größere Spanplatten übertrugen.

Anders als zu Beginn der Jugendbewegung, die Graffiti häufig illegal an öffentlichen Flächen, Zügen und Brücken platzierte, sei das Sprayen hier einfach ein Angebot, „sich anders auszudrücken als mit Buntstiften und Pinsel“, erläuterte Altner die Hintergründe. Die Eroberung öffentlicher Räume durch Spraykunst und -schriften stehe heute bei diesen Kreativangeboten nicht mehr im Mittelpunkt. Gleichwohl gehörte zum Einführungsteil über die Grundlagen des Graffiti-Sprühens auch ein Ausflug in die Geschichte und die Ansage, dass Flächen nur mit Erlaubnis auf diese Weise verschönt werden dürfen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zum Ende der Aktion durfte jeder Teilnehmer ein selbst gefertigtes Schablonen-Graffiti für das eigene Zimmer mit nach Hause nehmen. Ausdünsten müsse es allerdings noch zwei Tage, gaben die AWO-Helfer den jungen Künstlern mit auf den Weg, als die Eltern ihren begeisterten Nachwuchs nach dem Workshop wieder abholten.

Von Ursula Kallenbach

Mehr aus Langenhagen

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.