Langenhagen

Kitas müssen wegen Erziehermangel kürzer treten

Wegen Personalmangels kommt es in Langenhagen bei der Kinderbetreuung zu Einschränkungen.

Wegen Personalmangels kommt es in Langenhagen bei der Kinderbetreuung zu Einschränkungen.

Langenhagen. Kürzere Betreuungszeiten, der Wegfall von pädagogischen Angeboten oder gar die Schließung einer Kita für einen ganzen Tag: Immer wieder muss die Stadt Langenhagen darauf reagieren, dass Mitarbeiter in Krippe oder Kita wegen Erkrankung oder Fortbildung ausfallen – im schlimmsten Fall kommen gleich mehrere Faktoren zusammen. „Diese Entwicklung ist leider auch an den Kitas der Stadt Langenhagen nicht vorbeigegangen“, schreibt die Leiterin des Jugendamtes Heidi von der Ah nun. Mit einem Aushang werden aktuell auch die Eltern der Kita-Kinder über diesen Umstand informiert.

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Bevor die Stadt jedoch eine solche Entscheidung trifft, werden andere Möglichkeiten geprüft, heißt es auf Anfrage dazu von Stadtsprecherin Sabine Mossig. „Grundsätzlich kann in größeren Einrichtungen ein Personalausfall über einen kürzeren Zeitraum eher kompensiert werden als in ein- oder zweigruppigen Kitas.“ Dies gelänge vielfach mit Vertretungskräften oder Springern. Über diese verfüge jeder Träger. Doch bei der Nachbesetzung von Stellen wechseln diese Fachkräfte oftmals in feste Gruppen. In der Folge müssten neue Springer oder Vertretungen gefunden werden.

Doch in letzter Konsequenz – also etwa in Zeiten von Krankheitswellen „müssten, um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten, einzelne Gruppen geschlossen werden“, heißt es von Mossig weiter. Darüber hinaus werden die Eltern auch gebeten, die Kinder möglichst früh abzuholen. „Dadurch kann in der Regel der Betreuungsschlüssel aufrecht erhalten werden.“

Krippenkinder von Einschränkungen besonders betroffen

Wie viele Fachkräfte aktuell in Langenhagen fehlen, kann die Stadtsprecherin nicht konkret sagen. „Diese Zahl wechselt bei den städtischen und nichtstädtischen Einrichtungen nahezu täglich“, erläutert Mossig die Problematik. Doch es fehlten Fachkräfte aus vielerlei Gründen. Die Stadtsprecherin listet neben unbesetzten Stellen auch Krankheit, Urlaub, Fortbildung oder etwa Schwangerschaft und Elternzeit auf.

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„Da Krippenkinder besonders auf ihre Bezugspersonen angewiesen sind, kommt es aus fürsorglichen Gründen in Krippengruppen häufiger zu einer Einschränkung des Betreuungsangebotes“, berichtet die Stadtsprecherin weiter. Doch ein Stufenplan – je nach Umfang und Dauer des Personalmangels – werde von jeder Einrichtung nach denselben Kriterien, aber individuell vor Ort entwickelt. In letzter Konsequenz müsste dann aber ein Betreuungsangebot reduziert werden. „Aufgrund von Aufsichtspflichten könnte eine Einrichtung beziehungsweise einzelne Gruppen zu guter letzt schließen.“

Doch die Stadtverwaltung ist nicht untätig, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, betont Mossig auf Anfrage weiter. So beschreite der Sozial- und Erziehungsdienst im Rathaus speziell in der Mitarbeitergewinnung neue Wege. Dazu zählt Mossig etwa die Neugestaltung des Stellenportals sowie die flankierenden Film- und Anzeigen-Kampagnen der Stadt in den sozialen Medien. Zudem würden Anstrengungen unternommen, um Langenhagen als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Dabei hat die Stadtsprecherin etwa das neue Angebot eines Job-Tickets im Blick, aber auch das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie ein breites Angebot von fachlicher und interner Fortbildung.

Von Sven Warnecke

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