Langenhagen

Neuer Hundestrand sorgt für Diskussionen

Schilder weisen auf den neuen Hundestrand am Silbersee aus. Die Hundebesitzer beklagen einen zu geringen Abstand zwischen Wasserlinie und Spazierweg.

Schilder weisen auf den neuen Hundestrand am Silbersee aus. Die Hundebesitzer beklagen einen zu geringen Abstand zwischen Wasserlinie und Spazierweg.

Langenhagen. Schon seit dem 26. August schwimmt die veränderte und 16 Quadratmeter große Badeinsel auf dem See. „Wir haben das etwas "gepimpt" – länger, breiter, höher ist sie geworden, für mehr Platz und mehr Spaß“, beschreibt Bürgermeister Mirko Heuer die Änderungen. Nun könne man aus verschiedenen Höhen den Sprung ins kühle Nass wagen. Ausrangiert und ersetzt wurde der von der DLRG benutzte und in die Jahre gekommene Holzsteg. Jetzt gibt es einen langlebigen und widerstandsfähigen Steg aus Kunststoffpontons. „Der neue Steg kann dauerhaft im Wasser bleiben, ist frostsicher und hat kein Problem mehr mit wechselnden Wasserständen“, berichtet Heuer.

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Aber das sind nicht die einzigen Neuerungen in der Parkanlage. Der beliebte Hundestrand wurde vom östlichen an das südliche Seeufer verlagert - eine von langer Hand im Rathaus geplante Entscheidung, die bei vielen Hundebesitzern jetzt jedoch auf Unverständnis stößt. "Ich verstehe einfach nicht, wieso der Hundestrand verlagert wurde. Der neue Strand bietet keine Vorteile", erklärt Hundebesitzer Clemens Kraft. Der Abstand zu den ausgewiesenen Grillbereichen sei nun größer - die Gefahr, dass Hunde etwas von dem zurückgelassenen Müll der Besucher fressen, somit zwar verringert. Das behebe aber nicht das Müllproblem an solches. "Mitarbeiter der Stadt waren gestern hier und haben neue Schilder angebracht - um die riesigen Müllberge hat sich aber seit Tagen niemand gekümmert", erzählt Kraft.

Mit dem neuen Strandabschnitt ergeben sich auch neue Probleme: der Abstand vom Wasser zu Fuß- und Radweg sei zum Beispiel viel zu gering. So seien Zusammenstöße zwischen Mensch und Tier programmiert. Eine Gefahr, für die im schlimmsten Falle wieder die Hundebesitzer aufkommen müssten. Auch die ausgewiesene Fläche habe sich drastisch verringert und biete nicht mehr ausreichend Platz für die große Anzahl an Nutzern. "Bei gutem Wetter tummeln sich hier 30 Hunde und mehr mit ihren Besitzern. Und das schon morgens in der Früh", sagt Kraft.

Ein anderes Problem scheinen das Wasser und der Strand selbst zu sein. "Da hinten gehe ich bestimmt nicht rein", sagt Alexandra Otten und deutet auf den starken Algenbefall. "Ich habe gestern gesehen, wie zwei Hunde mit hellem Fell in das Wasser gesprungen sind - die kamen fast völlig schwarz wieder raus", klagt Otten. Außerdem fehle bei dem neuen Strandabschnitt der Sand, den die Hunde gerne zum Buddeln nutzten. Die Hundebesitzerin aus Bothfeld habe den Silbersee bisher gerne besucht und sich hier regelmäßig mit anderen Hunde-Besitzern getroffen - Treffen, die in Zukunft wohl nicht mehr am Silbersee stattfinden werden.

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Stadtsprecherin Juliane Stahl gab an dieser Stelle zu bedenken, dass es sich beim Silbersee um einen Badesee für Menschen handle. Der dort eingerichtete Strand für Hunde sei eine Ausnahme. Stahl verwies gleichzeitig auf andere Seen innerhalb Langenhagens, in denen Hunde baden können - diese seien jedoch keine Badeseen. "Mit anderen Worten, wenn Herrchen oder Frauchen ihre Tiere beim Schwimmen begleiten wollen, tun sie dieses auf eigene Gefahr", erklärte Stahl.

Die neue Nutzungsordnung gilt seit dem 1. September am Silbersee. Laut dieser dürfen angeleinte Hunde in und durch die Parkanlage geführt werden. Ein längerer Aufenthalt mit, beziehungsweise von Hunden ist jedoch abseits des Hundestrandes untersagt. Zwar wurde seitens der Stadt schon der neue Hundestrand gekennzeichnet, die Beschilderung an den Eingängen zum Silbersee bezüglich der Nutzungsordnung und einem Hundeverbot, wurde bisher jedoch nicht ausgetauscht.

Von Simon Binge

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