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Langenhagen

Schüler der IGS erarbeiten Hörspiel mit Rapper Spax

Spax erklärt Mara Herschel (von rechts) und Panthea Poersch ihre Sprechrolle. Im Hintergrund ist Evgenij Ussach bereit für die Aufnahme.

Spax erklärt Mara Herschel (von rechts) und Panthea Poersch ihre Sprechrolle. Im Hintergrund ist Evgenij Ussach bereit für die Aufnahme.

Langenhagen. Das Szenario spielt im Jahr 2080 in einer fiktiven Stadt in Norddeutschland. Die Polkappen sind geschmolzen, die Straßen sind längst überflutet. Die Menschen wohnen in Hochhäusern, sind arm, verwahrlost und hungrig. Nur einer besser betuchten Mini-Gesellschaft von 160 Leuten ist es gelungen, eine Unterwasserwelt anzulegen. Wie es dazu kam, wie es sich unter diesen Umständen lebt und welche Lösungen es für solche Probleme gibt, das alles haben Elftklässler der IGS Langenhagen in einem 30-minütigen Hörspiel aufgenommen. Unterstützung erhielten sie dabei vom hannoverschen Rapper Spax und seinem Team.

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15 Schüler haben eine Woche lang mit Spax an dem Projekt gearbeitet. Am ersten Tag stand eine Exkursion in die Lüneburger Heide auf dem Programm – Natur entdecken, Eindrücke sammeln. „Da kommt man auf viel mehr Ideen als im Klassenraum. Den Schülern soll bewusst werden, dass die Dinge, so wie sie sind, sich verändern müssen“, sagt Spax. Daher sei er auch nicht in der Schule, um über Klimawandel zu reden. „Darüber wird genug in Vorträgen erzählt. Ich möchte die Schüler begleiten, damit sie ihre Kreativität entfalten und Ideen entwickelten können.“

Spax macht nicht nur Musik

Musik ist bei dem Hörspiel übrigens nicht dabei. Warum macht also ein Rapper solch ein Projekt? Spax ist nicht nur Musiker. Er war bereits vor 20 Jahren für das Goethe-Institut in Afrika und hat dort in einer Schule die Kinder im Fach Deutsch unterrichtet. Außerdem arbeitet er mit dem hannoverschen Forschungszentrum für Philosophie zusammen. Nicht nur die IGS Langenhagen kooperiert mit Spax, der mit bürgerlichem Namen Rafael Szulc-Vollmann heißt. Er führt das von der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover geförderte Projekt auch an vier weiteren Schulen (Laatzen, Sehnde, Berenbostel, Hannover) durch. Evgenij Ussach, Chef für Bild und Ton im Spax-Team, hat in den nächsten Wochen also viel Material zum Schneiden vor sich. Daher werden auch die IGS-Schüler erst nach den Sommerferien die fertige Fassung hören können.

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Bleibt nur noch die Frage zu klären: Wie geht das Hörspiel denn nun aus? Es gibt einen Konflikt zwischen Oberwasser- und Unterwasserwelt. „Nach einem großen Streit wird entschieden, dass Boote gebaut werden müssen. Am Ende überlebt aber niemand, weil die Folgen des Klimawandels zu groß sind“, berichtet Mara Herschel, die im Hörspiel die Unterwasser-Herrin Lydia spielt. Das klingt apokalyptisch. „Wir haben aber keine Aliens in unserer Geschichte, die mit Laserstrahlen angreifen. Es geht um den Klimawandel, den wir thematisieren. Es ist ja auch wissenschaftlich erwiesen, dass beim Schmelzen der Polkappen der Meeresspiegel um drei bis fünf Meter steigen wird“, sagt Finn Ole Möhring.

Von Stephan Hartung

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