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Langenhagen

Soll Stadt die Fluglärm-Klage unterstützen?

Die Fluglärmgegner der nordöstlichen Umlandkommunen wollen gegen den nächtlichen Flugbetrieb in Langenhagen klagen.

Die Fluglärmgegner der nordöstlichen Umlandkommunen wollen gegen den nächtlichen Flugbetrieb in Langenhagen klagen.

Langenhagen/Isernhagen. Soll die Stadt Langenhagen finanziell die Klage mehrerer Bürgerinitiativen gegen nächtlichen Fluglärm unterstützen? Nachdem die Linken-Ratsfrau Felicitas Weck als erste einen entsprechenden Antrag vorgestellt hat, diskutieren jetzt auch die Langenhagener Ortsverbände der SPD und der Grünen über diese Frage. Die SPD Langenhagen wird nun ihrer Ratsfraktionen diesen Schritt vorschlagen. Bei den Grünen gibt es bislang noch keine eindeutige Meinungsbildung. „Wir diskutieren das noch“, sagte Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt am Montag auf Nachfrage.

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Der lose Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen unter dem Titel „BON-HA“ (Besser ohne Nachtflug –Hannover Airport) hatte in den vergangenen Wochen seinen Plan einer Klage gegen Nachtflug nicht nur den Bürgern der Nordost-Kommunen vorgestellt, sondern damit auch in den Ortsverbänden der politischen Parteien vorgesprochen. „Jetzt wollen wir auch Termine machen mit den Fraktionen im Landtag“, sagte BON-HA-Spracher Dieter Poppe am Montag dieser Zeitung. Poppe hatte mit seinem Mitstreiter Heinz Figiel aus Isernhagen am Freitag überdies einer Einladung ins Niedersächsische Wirtschaftsministerium folgen dürfen. Rund zwei Stunden konnten sie dort ihre Bedenken und Anliegen dem Referatsleiter für Flugverkehr, Eric Oehlmann, vortragen.

„Das Gespräch war gut und wir konnten denen sagen, dass wir auch nicht auf Bäumen leben“, fasste Poppe am Montag auf Nachfrage zusammen. Von Seiten des Ministeriums, in dem im kommenden Jahr über die Neuregelung der Nachtflüge von und nach Langenhagen beraten wird, sei ihnen durchaus signalisiert worden, man höre „unsere Anliegen“. Konkrete Ansätze zu einem von Staatssekretär Berend Lindner ins Gespräch gebrachten Anrainerdialog gebe es allerdings noch nicht. Überdies hätten die Ministeriumsvertreter vor allem versucht deutlich zu machen, wo die Entscheidungsgrenzen des Landes bei dieser Regelung seien. „Wir wären ja aber schon froh, wenn es wenigstens kleine Schritte in die Richtung unseres Zieles geben würde“, sagte Poppe. Dies habe man auch das Ministerium so wissen lassen.

Für die Klage hat das Bündnis seit Beginn seiner Aktionen nach eigenen Worten 16.000 Euro gesammelt. Um durch alle Instanzen klagen zu können, so Poppes Schätzung, bedürfe es insgesamt zwischen 50.000 und 80.000 Euro. Um immerhin über einen ersten Instanzen-Schritt zu beraten, wollen sich die BON-HA-Vertreter noch im September mit einer Fachanwaltskanzlei zusammensetzen.

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Von Rebekka Neander

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