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Langenhagen

Startet Suche fürs Jugendzentrum neu?

Der neue Nordtrakt für das Haus der Jugend ist bereits im Bau. Noch fehlt der neue Anschlussbau, über den die Gebäudeteile barrierefrei verbunden werden.

Der neue Nordtrakt für das Haus der Jugend ist bereits im Bau. Noch fehlt der neue Anschlussbau, über den die Gebäudeteile barrierefrei verbunden werden.

Langenhagen.1,9 Millionen Euro stecken Stadt und Bund derzeit in jenen Neubau, in den Mitte 2019 unter anderem das neue Jugendzentrum einziehen soll. Wer dieses jedoch betreiben wird, ist derzeit unklarer denn je. Der Jugendhilfeausschuss zeigte sich nach einer ersten, nichtöffentlichen Präsentation der zwei Bewerber nicht überzeugt. Am 13. Dezember wird das Gremium nun darüber entscheiden, ob die Suche noch einmal komplett neu aufgerollt werden soll. Eine Entscheidung über den neuen Träger wäre dann nach allgemeiner Einschätzung der Beteiligten nicht vor März 2019 möglich.

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Nur GBA und Stadt haben sich beworben

Derzeit liegen den Politikern zwei Bewerbungen vor. Die in Wiesenau ansässige Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA) und die Stadt selbst hatten sich beworben und stellten in einer internen Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. November ihre Konzepte vor. Der Arbeiter-Sameriter-Bund hatte seine Bewerbung aus bislang nicht bekannten Gründen kurzfristig zurückgezogen und war zu der Sitzung nicht mehr erschienen. In der nur wenige Tage später folgenden regulären Sitzung des Jugendhilfeausschusses entfachte sich unter dem frischen Eindruck der Vorstellung eine – wie es im Protokoll heißt – „kontroverse Diskussion“ um den Fortgang des Verfahrens. Dem Vorschlag der Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch, man könne in der nächsten Sitzung am Donnerstag, 13. Dezember, über einen Neustart der Suche abstimmen, folgte der Ausschuss letztlich einstimmig.

Reichen Konzept-Vorschläge nicht aus?

Was genau das mit Kommunalpolitikern und Vertretern anderer freier Träger besetzte Gremium zu diesem Zögern bewogen hat, bleibt auf Nachfrage diffus: „Nicht umfänglich genug“, „warum bewirbt sich die Stadt überhaupt selbst“ oder „mit heißer Nadel gestrickt“ sind Stichworte, die Teilnehmer aus der Sitzung berichten. Angestoßen hatte die Debatte Dagmar Janik von der SPD. Sie erhielt mit ihrem Antrag, die Suche neu zu starten, zwar nur wenige direkte Unterstützung. Die „allgemeinen Bauchschmerzen“, wie es die CDU-Ausschussvorsitzende Gabi Spier im Nachgang beschreibt, waren jedoch so umfänglich, dass das Gremium einstimmig dem Kompromiss-Vorschlag von Gotzes-Karrasch folgte. Damit ist eine endgültige Entscheidung über die neue Trägerschaft am 13. Dezember noch nicht vom Tisch. „Wir werden dies am Mittwoch in unserer Fraktionssitzung sehr ausführlich besprechen“, kündigte Spier auf Nachfrage am Dienstag an.

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Welche Folgen ein Neustart hätte, ist umstritten. Bislang hatte auch die Stadt selbst auf eine baldige Entscheidung gedrungen, obwohl sie selbst derzeit noch einen neuen Abteilungsleiter für diesen Jugendamtsbereich sucht, da „jeder neue Betreiber ausreichend Zeit für die Vorbereitung benötigt“, wie Gotzes-Karrasch vor einigen Wochen auf Nachfrage dieser Zeitung sagte. Gerade die Personalsuche auf dem leer gefegten Fachkräftemarkt sei für alle Jugendhilfe-Anbieter derzeit eine Herausforderung.

Von Rebekka Neander

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