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Lehrte

Backhausstraße: Ortsrat sagt ja zu Ausbauplänen

Hier wird demnächst gebuddelt: Die westliche Backhausstraße in Ahlten.

Hier wird demnächst gebuddelt: Die westliche Backhausstraße in Ahlten.

Ahlten.Die grundlegende Sanierung der Ahltener Backhausstraße ist wegen Kostensteigerungen und Anliegerprotesten schon seit einem Jahr ein höchst umstrittenes Politikum. Jetzt steht fest, wie der zweite Bauabschnitt im östlichen Bereich des Straßenzugs künftig aussehen soll. Der Ortsrat hat in einer Sitzung am Dienstagabend den von der Stadt vorgelegten Plänen im Wesentlichen zugestimmt. Zuvor hatte er jedoch mehrere Veränderungen eingebracht.

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Die Ortspolitiker wollen unter anderem, dass der von der Stadt zunächst geplante Gehweg auf der Südseite der Backhausstraße wegfällt. Dort wollen sie lieber einen Grünstreifen haben. Außerdem sollen zwei Verengungen in der Fahrbahn, die den Verkehr beruhigen sollen, nicht 4 Meter, sondern 4,50 breit werden. Darüber hinaus will der Ortsrat, dass überprüft wird, ob die Bushaltestelle in der Backhausstraße an die Straße Am Rehwinkel verlegt werden kann. Diesem Vorhaben bescheinigten zwar mehrere Redner während der Sitzung geringe Erfolgsaussichten, trotzdem soll die Idee auf ihre Machbarkeit abgeklopft werden.

15 Bäume werden umgesetzt

Markus Baumgarten, Leiter des städtischen Fachdienstes Straßen und Verkehr, hatte zuvor die Ausbaupläne für den östlichen Abschnitt der Backhausstraße vorgestellt. Die Fahrbahn soll 6,50 Meter breit werden, es werden erneut etliche Alleebäume abgeholzt, aber auch 15 Stück in den Bereich der Birkenstraße umgesetzt. Anwohner hatten sich bereits bei einer Begehung am vergangenen Wochenende positiv zu den Plänen und zur Bürgerbeteiligung geäußert. Das sei das „Kontrastprogramm“ zur höchst umstrittenen Sanierung im ersten, westlichen Bauabschnitt.

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CDU-Ortsratsherr Michael Wolbers präsentierte in der Sitzung am Dienstagabend eine mit dem gesamten Gremium abgestimmte Liste von gewünschten Veränderungen. Statt des Fußwegs auf der Südseite sollten dort möglichst viele neue Bäume gepflanzt werden, Findlinge sollten dort wildes Parken verhindern. Auch über die genaue Anordnung von Parkflächen und die Absenkung von Bordsteinen und Pflasterungen zum Zweck des barrierefreien Überquerens der Fahrbahn machte Wolbers detaillierte Anregungen. Diese sollen nun bei den Bauarbeiten berücksichtigt werden.

Der Christdemokrat betonte auch, dass man es sich bei der Diskussion um den zweiten Bauabschnitt „nicht leicht gemacht“ habe. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (CDU) sagte, es sei wichtig, den ortsbildprägenden Charakter der Straße, die bis vor der Sanierung des ersten Bauabschnitts eine klassische Allee war, zu erhalten. Auch sie sehe nicht die Notwendigkeit, auf der Südseite einen Fußweg zu bauen. Ein Detail, das beim ersten Bauabschnitt bereits höchst umstritten war.

Erster Bauabschnitt ist frühestens im April fertig

Auf die Frage eines Bürgers, warum denn überhaupt Bäume gefällt werden müssten, gab Baumgarten Auskunft: Diese würden die Baggerarbeiten für den Ausbau des Straßenzugs nicht überstehen. Es sei kaum möglich und finanziell nicht vertretbar, die Wurzeln im schweren Mergelboden freizulegen und die Bäume auf diese Weise zu retten.

Nun muss der Beschluss samt der Ergänzungen des Ortsrats noch von den Fachausschüssen in Lehrte sowie dem Rat der Stadt abgesegnet werden. Letzterer entscheidet am 13. Februar. Start der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt kann laut Baumgarten erst nach der Fertigstellung des ersten sein. Diese dauern voraussichtlich noch bis April oder Mai.

Von Achim Gückel

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