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Lehrte

Bürgermeister bewirbt sich um Wiederwahl

Bürgermeister Klaus Sidortschuk will sich um eine Wiederwahl bewerben.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk will sich um eine Wiederwahl bewerben.

Lehrte.Es ist noch ein Jahr hin – doch am Freitag hat Bürgermeister Klaus Sidortschuk überraschend früh angekündigt, sich um die Wiederwahl zum Bürgermeister zu bewerben. „Ich will mit dieser Ankündigung nicht zum jetzigen Zeitpunkt einen langen Wahlkampf eröffnen, aber ich möchte mich rechtzeitig erklären“, sagt der 55-Jährige. Denn vieles spreche dafür, dass die Bürgermeisterwahl in Lehrte und die Europawahl gemeinsam am 26. Mai nächsten Jahres stattfinden.

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Sidortschuk ist seit November 2011 als Leiter der Stadtverwaltung mit mehr als 500 Mitarbeitern im Amt. Nach „zahlreichen guten Gesprächen“ habe er sich dazu entschlossen, sich zur Wiederwahl für dieses verantwortungsvolle Amt zu bewerben, das er mit großer Freude, aber auch großem Respekt wahrnehme. Denn er wolle in einen intensiven Dialog über die zukünftige Ausrichtung und Entwicklung in Lehrte eintreten. „Und ich habe den Anspruch an mich selbst, allen gegenüber gerecht zu sein“, sagt der 55-Jährige.

Er wisse aber auch, dass es seine Aufgaben mit sich brächten, auch Entscheidungen treffen und Vorschläge machen zu müssen, die „nicht immer eine 100-prozentige Zustimmung“ erfahren würden. Tatsächlich gab es gerade im Laufe des vergangenen Jahres mehrere Projekte, für die das Stadtoberhaupt einige Kritik einstecken musste. Dazu zählen etwa der seit Monaten schwelende Streit um die Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums in Aligse oder die Entscheidung, das Schwimmerbecken im Lehrter Freibad in diesem Sommer zu schließen – die Sidortschuk nach heftigen Protesten wieder zurückgenommen hatte.

Aber auch der gegen den Protest der Kleingärtner der Laubenkolonie Feierabend durchgesetzte (und vom Rat mitgetragene) Beschluss, ihre Anlage zugunsten einer Wohnbebauung abzureißen, hatte Sidortschuk zum Teil deutliche Kritik eingebracht. Ebenfalls sind die sehr kurzfristig und überraschend um 50 Prozent gestiegenen Anliegerkosten beim Ausbau der Backhausstraße in Ahlten dem Verwaltungschef angelastet worden, obwohl der Fehler im Fachdienst selbst gelegen hatte. Auch die sich hinziehende Schulentwicklung mit einem dringend notwendigen Anbau für das Gymnasium oder einer Mensa für die IGS wird von den Schulen seit langer Zeit eingefordert und war in einem Brandbrief auch öffentlich gemacht worden.

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Als zentrale Aufgaben der Zukunft gibt Sidortschuk fünf Schwerpunktthemen vor. „Wir müssen die neuen Baugebiete so entwickeln, dass in unserer Stadt für Jede und Jeden die passende und bezahlbare Wohnung zu finden ist.“ Ferner sei die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung von der Krippe bis zum Nachmittagsangebot im Grundschulalter mit verlässlichen Betreuungszeiten, passenden Angeboten und guter Qualität unabdingbar. Die Entwicklung der Schullandschaft mit allen Schulformen und einem breit gefächerten Bildungsangebot sei zudem ein wichtiger Standortfaktor. Ein weiterer Schwerpunkt werde das Thema Verkehr, sagt Sidortschuk. Ein Verkehrsentwicklungsplan solle dazu Vorschläge erarbeiten, wozu etwa auch Verbesserungen für den Radverkehr und eine Entlastung für verschiedene Ortsdurchfahrten gehörten.

Von Oliver Kühn

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