Lehrte

Inhaber gibt auf: Immenser Kiosk ist geschlossen

Geschlossen: Der kleine Kiosk an der Bauernstraße in Immensen.

Geschlossen: Der kleine Kiosk an der Bauernstraße in Immensen.

Immensen. Die Inneneinrichtung ist demontiert, die Klebefolie am Schaufenster verschwunden, die Tür verriegelt: Der „Immenser Kiosk“ an der Bauernstraße ist seit ein paar Tagen geschlossen. Damit hat das Dorf erneut einen Laden verloren, und an der Bauernstraße stehen nun mit der früheren Gastwirtschaft Lükens Hof, dem Blumenladen und dem Kiosk drei Geschäfte nebeneinander leer. „Uns fehlt die Nahversorgung“, sagt Ortsbürgermeister Falk Kothe (CDU). Aber so wie der Kiosk in jüngster Zeit betrieben worden sei, habe man ohnehin mit dessen Ende rechnen müssen, meint er.

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Neben dem Kiosk an der Bauernstraße stehen auch die Räume des früheren Blumenladens und der Gastwirtschaft Lükens Hoff leer

Neben dem Kiosk an der Bauernstraße stehen auch die Räume des früheren Blumenladens und der Gastwirtschaft Lükens Hoff leer.

Der kleine Verkaufsraum an der Bauernstraße hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Bis vor etwa zehn Jahren war dort der Laden „JoGer“ samt Getränkevertrieb untergebracht. Nachdem dieser schließen musste, richtete Bärbel Seeck im Sommer 2010 dort einen neuen Kiosk ein, der sich etwa fünf Jahre hielt. Im Dezember 2015 eröffnete dann der damals 21-jährige Haki Kacar in den Räumen den „Immenser Kiosk“ – mit 16 Stunden Öffnungszeit an sieben Tagen in der Woche. Der junge Mann strotzte damals vor Zuversicht, auch ein Imbisswagen hatte anfangs neben dem Laden sporadisch geöffnet.

Nun ist auch mit diesem Kiosk Schluss. Das Sortiment war in der vergangenen Zeit stetig geschrumpft. Laut Kothe wurden auch die Öffnungszeiten unregelmäßig. Und vom gelegentlichen Verkauf von Zigaretten und Zeitschriften könne solch ein Geschäft nicht existieren, meint der Ortsbürgermeister: „Da fehlte auch die Anbindung ans Dorf, so konnte das nichts werden.“

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Hoffen auf den genossenschaftlichen Dorfladen

Kothe wünscht sich, dass in den Räumen des Kiosks möglichst bald wieder ein kleiner Nahversorger einzieht. Er hat aber keinen Hinweis darauf, dass es Interessenten geben könnte. Vielmehr setzt der Ortsbürgermeister auf einen Erfolg der genossenschaftlichen Dorfinitiative in Immensen. Diese will auf dem Gelände der früheren Volksbank einen Nahversorger für das Dorf einrichten. Die finanzielle Unterstützung dafür ist im Dorf groß, es hat sich auch eine Untergesellschaft gegründet. Auch das Startkapital hatte die Initiative sehr schnell beisammen. Es fehlt derzeit aber noch die Zusicherung über Fördergeld vom Land.

Von Achim Gückel

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