Einzelhandel

Abriss von Aldi-Gebäude in Lehrte: Discounter verkauft ab Februar 2023 vorübergehend im Zelt

Iltener Straße: Vom alten Aldi bleibt nur das Kopfgebäude übrig. Dort sollen der Wurstbasar und ein Bäcker künftig Filialen betreiben.

Iltener Straße: Vom alten Aldi bleibt nur das Kopfgebäude übrig. Dort sollen der Wurstbasar und ein Bäcker künftig Filialen betreiben.

Lehrte. An der Iltener Straße kündigt sich jetzt der lang geplante Neubau des Aldi-Markts an. Das Wohnhaus mit der Nummer 17, direkt neben dem Aldi-Parkplatz, ist vor wenigen Tagen abgerissen worden. Es musste dem neuen Gebäude weichen, das im kommenden Jahr errichtet wird. Jetzt hat das Unternehmen einen Zeitplan und Details zu dem Vorhaben genannt.

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Demnach schließt Aldi seine alte Filiale am 18. Januar 2023. Die Abrissarbeiten am hinteren Teil des alten Gebäudes starten voraussichtlich im Februar. Dann soll es auch mit den Bauarbeiten für den gegenüber des alten Standorts gelegenen hochmodernen Neubau losgehen. Nach Angaben einer Sprecherin des Unternehmens wird der Verkauf jedoch während der gesamten Bauzeit weitergehen – und zwar in einem 800 Quadratmeter großen Thermozelt. Dieses soll im rückwärtigen Bereich des Einzelhandelsstandorts an der Iltener Straße errichtet werden, an jener Stelle wo früher ein Getränkemarkt zu finden war. Dieses Gebäude ist bereits vor mehreren Wochen abgerissen worden.

Abriss: Das Haus Nummer 17 an der Iltener Straße muss dem Aldi-Neubau weichen.

Abriss: Das Haus Nummer 17 an der Iltener Straße muss dem Aldi-Neubau weichen.

Erfahrungen mit einem Verkaufszelt hat Aldi unter anderem schon in Uetze gesammelt. Dort nutzte das Unternehmen in diesem Jahr mehrere Monate lang ein solches Provisorium. Auch in Uetze hatte der Handelsriese einen neuen Markt errichtet. Für den Zeltverkauf in Lehrte verspricht Aldi "das gewohnte vollumfängliche Sortiment".

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Übergangslösung: So sah das Aldi-Verkaufszelt in Uetze aus.

Übergangslösung: So sah das Aldi-Verkaufszelt in Uetze aus.

Erst vor wenigen Monaten hatte der Rat der Stadt Lehrte den Weg für den Aldi-Neubau an der Iltener Straße endgültig frei gemacht. Der Markt soll laut Mitteilung des Unternehmens ab Dezember 2023 auf 1300 Quadratmeter – das sind 500 mehr als am alten Standort – nicht nur breitere Gänge, sondern auch ein vergrößertes Angebot vorhalten, insbesondere in den Bereichen Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren. Vorgesehen ist auch ein separater Backraum.

Oberes Geschoss wird genutzt: Der Aldi-Neubau sieht 24 altersgerechte Wohnungen in den Obergeschossen vor.

Oberes Geschoss wird genutzt: Der Aldi-Neubau sieht 24 altersgerechte Wohnungen in den Obergeschossen vor.

Fotovoltaikanlage auf dem Dach

Die neue Filiale soll zudem mit einem zeitgemäßen Technik- und Energiekonzept ausgestattet werden. „Dank modernster Technik wie einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach und einer CO2-Integralanlage, die den Markt kühlen und beheizen kann, kommt das Gebäude ohne fossile Brennstoffe aus“, heißt es aus der Aldi-Zentrale in Essen. Bei dieser Technik werde die Abwärme, die bei der Kühlung der Waren entsteht, zur Beheizung des Gebäudes verwendet.

Aldi will an einem neuen Markt 120 Parkplätze für Autos und 64 Fahrradstellplätze vorhalten. Die Besonderheit an dem Neubau ist jedoch die Kooperation mit dem benachbarten Alters- und Pflegeheim Rosemarie-Nieschlag-Haus. Über dem Markt entstehen 24 altengerechte Wohnungen mit Größen zwischen 56 und 108 Quadratmetern die an das Heim angebunden werden.

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Kopfgebäude an Iltener Straße bleibt stehen

Den Plan dafür hatte Aldi bereits im Sommer 2021 präsentiert. Man wolle etwas "Neues und Werthaltiges schaffen", hatte Rouven Gercke, Leiter für Immobilien und Expansion bei Aldi, damals gesagt. Joachim von der Osten, Vorstandsvorsitzender im Trägerverein des Rosemarie-Nieschlag-Hauses hatte von einer "Quartiersentwicklung mit altersgerechtem Wohnen" gesprochen, der ein Meilenstein in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen in Lehrte sei.

Von den Altbauten auf dem bisherigen Aldi-Gelände bleibt nur jenes an der Straßenfront übrig. Dort sollen die Fleischerei Wurstbasar und ein Bäcker einziehen. Auf diese Weise soll ein kleines Nahversorgungszentrum entstehen.

Der Aldi-Neubau reiht sich an eine Kette von Modernisierungen von Einzelhandelsstandorten im Leghrter Stadtgebiet. Im August hatte der Discounter Lidl seinen neuen Markt an der Burgdorfer Straße eröffnet, im Juli 2021 Penny seine Filiale an der Stackmannstraße und im Oktober 2019 Netto seinen Markt im alten Dorf.

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