Arpke

Zwei Frauen übernehmen das Arkadia

Die Übergabe ist geglückt: Siegfried Müller steht seinen Nachfolgerinnen Stefanie Kehlenbeck (links) und Alexandra Hirndorf weiterhin als Ratgeber zur Seite.

Die Übergabe ist geglückt: Siegfried Müller steht seinen Nachfolgerinnen Stefanie Kehlenbeck (links) und Alexandra Hirndorf weiterhin als Ratgeber zur Seite.

Lehrte. Nach dem Millionenschaden durch den Hagelsturm im Juli 2013 hatte Siegfried Müller sein Gartencenter Arkadia in Arpke noch einmal mühsam aufgebaut. Doch schon während der Phase des Wiederaufbaus führte der 57-Jährige Gespräche über die Zukunft. Mit einem etwas überraschenden Ergebnis: Er hat den Betrieb an seine ehemalige Angestellte Stefanie Kehlenbeck und deren Geschäftspartnerin Alexandra Hirndorf verkauft. Die beiden Frauen werden das Geschäft nach der Winterpause wieder eröffnen - am Freitag, 13. Februar.

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Als Müller den Verkauf am 6. Dezember wie gewöhnlich für knapp zwei Monate einstellte, wussten nur wenige, dass dies sein letzter Arbeitstag im Arkadia sein würde. Zumindest offiziell, denn in den nächsten Wochen will er seinen Nachfolgerinnen weiter beratend zur Seite stehen. „Eigentlich wollte ich noch nicht aufhören, aber es hat sich so ergeben“, sagt Müller. Einen Nachfolger hätte er ohnehin irgendwann suchen müssen, weil sein Sohn das Geschäft nicht weiterführen wollte. Damit endet eine Familientradition: Müllers Vater Johannes hat das Arkadia vor 61 Jahren gegründet.

Die neu gewonnene Freizeit will Müller dazu nutzen, seine Hobby professioneller zu betreiben. „Ich bin ein kreativer Mensch. Mich interessiert alles, was mit Kunst zu hat“, sagt der 57-Jährige. Beruflich will er dem „grünen Bereich“ treu bleiben und seine handwerklichen Erfahrungen an Gartenfreunde weitergeben.

Viel ändern wollen die neuen Besitzerinnen nicht. Aber in Zusammenarbeit mit einer Uetzer Firma wollen sie die Schaugärten wieder aktivieren und Gartenplanung als zusätzliches Angebot mit ins Programm des Arkadia nehmen.

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Wiederaufbau ist abgeschlossen

Der verheerende Hagelsturm in Lehrte und Sehnde ist mehr als eineinhalb Jahre her. Spuren in Form von Glassplittern finden die Mitarbeiter der Gärtnerei Arkadia bei Auf- und Umräumen noch bis heute. Sie erinnern Siegfried Müller an den bittersten Tag seiner beruflichen Laufbahn. Fast 7000 Quadratmeter Dachfläche und die gesamte Technik waren zerstört – ein wirtschaftlicher Totalschaden in Millionenhöhe. Doch Müller dachte nur kurz ans Aufgeben und entschied sich dann dafür, alles wieder aufzubauen. Heute zieht er nach den folgenden, schwierigen Monaten sogar ein positives Fazit: „Ich bin ein Experte in Sachen Katastrophenmanagement geworden.“ Die gesamte Schadenssumme haben die Versicherungen nicht übernommen, sagt Müller, aber: „Es hat gereicht, um alles wieder aufzubauen.“ Er sei davon überzeugt, dass seine Nachfolgerinnen das Geschäft künftig in seinem Sinne weiterführen werden.

Von Thomas Böger und Gerko Naumann

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