Neustadt

Borsteler wollen Glasbierhaus retten

Im Glasbierhaus stimmen Borsteler über ihr Ziel ab, das Traditionshaus für die Dorfgemeinschaft zu erhalten.

Im Glasbierhaus stimmen Borsteler über ihr Ziel ab, das Traditionshaus für die Dorfgemeinschaft zu erhalten.

Borstel. Es ist ein ehrgeiziges Ziel, aber Borstel will dennoch versuchen, das Glasbierhaus als Haus der Dorfgemeinschaft zu erhalten. Der Dorfgemeinschaftsverein (DGV) hat sich für das Projekt am Freitagabend ein deutliches Votum geholt. Das Traditionshaus bestand aus einer Gaststätte mit Saal, Klub- und Gästezimmern und stellte über Generationen den Dorftreffpunkt Borstels dar. Es ist zur Zeit nicht bewirtschaftet und fehlt im Dorfleben.

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„Uns fehlt ein sozialer Dorfmittelpunkt“, betonte Dennis Prigge vom DGV-Vorstand und erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen in der Vergangenheit. Dass das Thema viele Borsteler bewegt, zeigte die Resonanz auf die Einladung zur Versammlung: Der große Saal war voll besetzt; rund 150 Zuhörer wollten mitentscheiden, wie es mit ihrem Traditionshaus weitergeht.

Als Gastredner und Erfahrungsträger war Linsburgs Bürgermeister Jürgen Leseberg eingeladen. Er berichtete vom steinigen Weg bis zur Verwirklichung eines Dorfladens und eines Dorfgemeinschaftshauses unter der Regie eines Bürgervereins. „Der Prozess tut unterwegs weh, aber im Ergebnis überwiegen die Vorteile für das Dorf“, sagte Leseberg, der auch Vorsitzender des Vereins ist.

Nach Lesebergs Bericht stellte der Vorsitzende des DGV, Ralf Reidenbach, die Gretchenfrage: „Könnt ihr euch so ein selbstgeführtes und -verwaltetes Dorfgemeinschaftshaus bei uns vorstellen?“ Die Resonanz war enorm. Zahlreiche Finger streckten sich in die Höhe. Spontan trugen sich 80 Personen ein, um in der Arbeitsgemeinschaft Vorbereitungen zu treffen. Sie unterstrichen damit ihre Bereitschaft, tatkräftig bei der Realisierung des Projekts mitzuwirken.

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„Wir werden das Projekt in Gang bringen, uns mit dem Eigentümer der Immobilie zusammensetzen und die Möglichkeiten durchgehen“, sagte Kassenwart Ulrich Hussmann. Ortsratsmitglied Frank Hahn wies auf das Dorferneuerungsprogramm im Mühlenfelder Land hin. „Nutzt die Chance. Dies wäre ein Projekt, das weitere zwei Jahre Förderung bedeuteten könnte“, sagte er.

„Sich für den Erhalt des Glasbierhauses zu entscheiden, sehe ich aus planerischer Sicht als zukunftsweisend an“, sagte Christopher Schmidt, Sachbearbeiter im Fachdienst Stadtplanung. Leider könne er jedoch keine Million aus der Stadtkasse zusichern. Linsburg erhielt eine Förderung über rund eine Million Euro aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“. „Wir sind Borstel. Wir sollten das zusammen machen und etwas bewegen“, sagte die gebürtige Borstlerin Andrea Otto und brachte es für viele Teilnehmer auf den Punkt.

Von Susann Brosch

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