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Neustadt

FDP-Bürgermeisterkandidat Wotrubez will Willkommenslotsen

Torsten und Monika Lohrer tauschen sich mit Arne Wotrubez (rechts) aus.

Torsten und Monika Lohrer tauschen sich mit Arne Wotrubez (rechts) aus.

Neustadt/Mardorf.er setzt einen Schwerpunkt bei der lokalen Wirtschaft: Mit einer Reihe von Betriebsbesuchen will FDP-Bürgermeisterkandidat Arne Wotrubez Themen für seinen Wahlkampf erschließen und vertiefen. Erste Einsichten brachte ihm die Visite bei der Mardorfer Bäckerei Lohrer. Das Betreiberpaar, Monika und Torsten Lohrer ist bekannt für Qualitätsprodukte, pfiffige Ideen und lokales Engagement – aktuell helfen 24 Mitarbeiter dabei, all das umzusetzen.

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Dennoch macht sich gerade in ihrer Branche der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden breit. Lohrers hatten zuletzt versucht, drei junge Männer aus Eritrea durch die Ausbildung zu führen. Dabei stießen sie auf zahlreiche Probleme, nicht nur sprachlicher Natur. Mit Hilfe aus dem Dorf konnten sie viele davon lösen. Am Runden Tisch des Integrationsbeirats stellte sich kürzlich ein so genannter Willkommenslotse aus dem Landkreis Celle vor. Er ist bei der dortigen Kreishandwerkerschaft beschäftigt, begleitet Migranten auf dem Weg ins Arbeitsleben und nimmt Firmen in dieser Hinsicht viel bürokratische Arbeit ab. Am Garbsener Campus Handwerk gibt es für die Region ähnliche Angebote.

Der Integrationsbeirat befürworte einen Willkommenslotsen, sagt Wotrubez, und er schließt sich dem an. „Für mich bestätigt Lohrers Beispiel, dass wir dringend einen Willkommenslotsen benötigen, welcher die unternehmen unterstützt und entlastet und eine Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen fördert“, sagt er.

Auch sonst will er sich für den Abbau von Bürokratie einsetzen. Zunehmende gesetzliche Anforderungen, Dokumentationspflichten und der damit verbundene Zeitaufwand stellten ein großes Problem dar. Er wolle die Verwaltung zum Dienstleister für die Bürger wandeln, der als Ansprechpartner hilft, Anliegen umzusetzen. Das hatte Wotrubez bereits in der Jahresversammlung des FDP-Stadtverbands gesagt. Als wichtige Vorhaben nannte er die Lösung von Standort- und Sanierungsfragen bei Schulen und Kitas, Entwicklung der Kernstadt mit Rathausneubau, Baulandausweisungen in der Stadt aber auch vor allem in den Dörfern mit Verbesserung der Infrastruktur und ärztlicher Versorgung und Umsetzung eines schlüssigen Feuerwehrentwicklungskonzepts.

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Von Kathrin Götze

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