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Neustadt

Grundschule droht das Aus

Für die Grundschule in Helstorf zeichnet sich ein Ende ab.

Für die Grundschule in Helstorf zeichnet sich ein Ende ab.

Helstorf.Der Grundschule Helstorf, geführt als Außenstelle derjenigen in Mandelsloh, droht erneut die Schließung. „Die Landesschulbehörde hat uns mitgeteilt, dass eine unbefristete Weiterführung nicht genehmigungsfähig ist“, erklärt der unter anderem für Neustadts Schulen zuständige Erste Stadtrat Maic Schillack. Die Behörde will die jetzige Lösung nur noch bis Juli kommenden Jahres erlauben.

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Das Land erteilt generell keine unbefristeten Genehmigungen mehr, Grundschulen als Außenstellen zu führen. Schillack hält es aber nicht für realistisch, die Grundschulen in Helstorf und Mandelsloh innerhalb eines Jahres zusammenzulegen. „Wir werden einen fundierten Antrag auf Fristverlängerung stellen“, kündigt er an. Es dürfe nicht nur der rein schulische Aspekt betrachtet werden, sondern auch der mit der Standortfrage verbundene Busverkehr, der Vereinssport und die Kindertagesstätten. Diese Planungen werde man mit den betroffenen Ortsräten und dem Schulvorstand abstimmen. Auch setzt die Stadt auf Unterstützung der beiden Landtagsabgeordneten Wiebke Osigus (SPD) und Sebastian Lechner (CDU).

„Die Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe. Es besteht jetzt ein schwieriger Zustand der Unsicherheit für Eltern und Erzieher“, sagt Helstorfs Ortsbürgermeisterin Silvia Luft, gleichzeitig Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Auch sie hält die gesetzte Jahresfrist für viel zu kurz. Noch lieber wäre es ihr, der Standort bliebe erhalten. „Wir haben Neubaugebiete mit Kindern, die schulpflichtig werden“, erklärt Luft. Außerdem verweist sie auf das Modellprojekt „Kooperativer Hort“, das an der Grundschule Helstorf/Mandelsloh demnächst eingeführt wird und das auch Signalwirkung auf benachbarte Kommunen habe: „Ein solches Modell gibt es beispielsweise in der Wedemark und im Heidekreis nicht.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Grundschulsituation in den beiden durch die Leine getrennten Nachbardörfern mit jeweils rund 1300 Einwohnern zur Debatte steht. Zuletzt war das 2016 der Fall. Damals vertagte der Rat die Standortfrage für eine gemeinsame Schule. Sie wird nun wohl wieder aufkommen und auf Sicht gelöst werden müssen.

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Von Bernd Haase

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