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Neustadt

KGS wird zur Waldschule

Bürgermeister Uwe Sternbeck, Schulleiter Tobias Hunfeld und Franz Hüsing von der Stiftung Wald greifen zum Spaten und Gießkanne.

Bürgermeister Uwe Sternbeck, Schulleiter Tobias Hunfeld und Franz Hüsing von der Stiftung Wald greifen zum Spaten und Gießkanne.

Neustadt.Das kann man getrost Langzeitprojekt nennen: Stadt, KGS und die Stiftung Wald haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, der die Anlage des ersten Schulwaldes in der Region Hannover auf einem Hektar Fläche zwischen Freiluftsporthalle und Leinstraße vorsieht. Unterstützt wird die Aktion mit einem fünfstelligen Betrag vom Getränkehersteller Vilsa aus Bruchhausen-Vilsen. Sie ist auf 30 Jahre bis 2048 angelegt – ein Wald will eben geduldig wachsen. So einige Schülergenerationen werden miterleben, wie er langsam zu einem solchen wird.

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Die Gesamtschule hatte zunächst überlegt, einen Schau- und Schulpark anzulegen. „Aber das wäre nicht zu finanzieren gewesen“, sagt Schulleiter Tobias Hunfeld. Stattdessen wolle man nun lieber zeigen, wie das Leben bei Null beginnt. Diese Variante habe das Kollegium einstimmig befürwortet. Der Vertrag regelt, dass die Stadt die Fläche stellt, die Gesamtschule passende Lehr- und Unterrichtsinhalte vorsieht und die Stiftung Kosten für Planung, Gestaltung und Umsetzung übernimmt.

Hunfeld hat gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Sternbeck und Franz Hüsing, Direktor der Stiftung Wald symbolisch die große Pflanzaktion gestartet. Im Herbst wird es dann konkret. Dann kommen nach und nach 6000 Baumsetzlinge in die Erde, hauptsächlich Eichen, die tief wurzeln und so sowohl Trockenheit als auch Nässe gut überstehen können. Zweiter Schulwaldbaum wird die Esskastanie, der aktuelle Baum des Jahres in Deutschland. „Das passt gut zu unserem Klimaschutzprogramm“, erklärte Bürgermeister Uwe Sternbeck. Zu diesem zählt die Selbstverpflichtung, 100 Bäume im Jahr in der Stadt anzupflanzen.

„Was wir hier machen, ist angewandte Biologie“, sagt Stiftungsdirektor Hüsing. Die Schüler könnten erleben, wie sich Natur entwickelt und zugleich Positives gegen die Folgen des Klimawandels bewirken. „Die Bäume auf dem Hektar Fläche speichern in einem Jahr rund zehn Tonnen Kohlendioxid“, rechnet er vor. Hüsing hofft, dass sich auch andere Grundeigentümer für derartige Projekte begeistern. Der Schulwald in Neustadt ist der 54. seiner Art in Deutschland. Aber auch Firmen machen mit. Vilsa beispielsweise hat sein 100-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, einen Jubiläumswald anzulegen. In ihm wachsen mehr als 20.000 Bäume.

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Von Bernd Haase

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