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Neustadt

Kirchengemeinde investiert in Wohnhäuser

Auf einem Kirchengrundstück in der Apfelallee baut Firma Duensing vier Wohnhäuser - zwei davon gehören der Liebfrauengemeinde.

Auf einem Kirchengrundstück in der Apfelallee baut Firma Duensing vier Wohnhäuser - zwei davon gehören der Liebfrauengemeinde.

Neustadt.Sie wollen für die Zukunft vorbauen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die Liebfrauen-Kirchengemeinde investiert ihr Geld in Wohnungsbau. Auf einem kircheneigenen Grundstück an der Apfelallee hat die Firma Duensing mit dem Bau von vier Wohnhäusern begonnen. In Sichtweite des Leine-Wasserfalls entstehen dort zwei Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser mit je vier Wohnungen mit zwei, drei und vier Zimmern.

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Die Kirchengemeinde investiert dort laut dem Pastor und Kirchenvorstandsvorsitzenden Marcus Buchholz 1,5 Millionen Euro, die aus der Rücklage einer unselbstständigen Stiftung stammen und dort besser angelegt sein sollen. „Wir haben gegenüber den Gläubigen die Verpflichtung, verantwortungsvoll mit dem Geld zu wirtschaften“, sagt Buchholz. Zuvor waren auf dem Grundstück Schrebergärten, es war nicht bebaut.

Zwei Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser sollen an der Apfelallee entstehen.

Zwei Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser sollen an der Apfelallee entstehen.

Jedem der Partner gehört ein Doppelhaus und ein Mehrfamilienhaus. Die beiden Gebäude zur Straße hin werden über die Firma Duensing vermietet, die beiden hinteren über die Kirchengemeinde. Die Doppelhaushälften haben jeweils 132 beziehungsweise 138 Quadratmeter, die Größe der Wohnungen liegt zwischen 79 und 116 Quadratmetern. „Durch die ganz unterschiedlichen Wohnungsgrößen erhoffen wir uns unterschiedliche Mieter“, sagt Buchholz, „wir freuen uns über Familien wie auch über ältere Menschen oder Singles.“

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Die Mieteinnahmen aus den beiden Liebfrauen-Häusern kämen ganz unmittelber der kirchlichen Arbeit zugute, versichert der Pastor. Zum Einen dienten sie dazu, die Pfarrstellen im Kirchenkreis mitzufinanzieren, zum Anderen fließt Geld direkt in die Gemeindearbeit, hilft bei der Finanzierung der Kindersingschule, der Begegnungsstätte Silbernkamp sowie der diakonischen Projekte. „Damit diese wichtigen Bereiche der Gemeindearbeit langfristig gesichert werden können, sind wir auf diese Miteinnahmen angewiesen“, sagt Buchholz noch.

Auch Friedrich Duensing, Geschäftsführer des Partnerunternehmens, ist überzeugt vom Konzept: „Da entstehen großzügigen Wohnungen in bester Lage“, sagt er. Die Baustelle ist vorbereitet, aktuell ruhen die Arbeiten wegen des Wetters. Er rechne damit, dass Anfang 2019 alles fertig ist.

Duensing will organisch wachsen

Der jüngste größere Expansionsschritt ist schon einige Jahre her – jetzt denkt die Eilveser Baufirma Duensing über weitere Wachstumsmöglichkeiten nach. „Konkret geplant ist noch nichts, aber wir wollen schon mal die Voraussetzungen schaffen“, sagt Geschäftsführer Friedrich Duensing. Aktuell läuft ein Planungsverfahren an, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, auf einem eigenen Grundstück südöstlich des Firmensitzes weitere Lager- und Abstellflächen sowie Büroräume zu schaffen. 

Auch Duensing profitiert von der guten Baukonjunktur, der Jahresumsatz liegt bei rund 40 Millionen Euro, 220 Mitarbeiter sind am Hauptsitz beschäftigt. „Wir wachsen organisch, ein, zwei, drei Prozent im Jahr“, sagt Duensing. Den nötigen Nachwuchs bildet die Firma am liebsten selbst aus – und muss sich um die Bewerber bemühen, wie viele Branchenkollegen auch. Mit der Ausbildungsoffensive „Wir bauen auf euch“ werden insbesondere Gleisbauer, Straßenbauer und Maurer gesucht. Die Firma bietet Vergünstigungen an, zahlt Schulbücher, Fahrkarten und finanziert den Führerschein, wenn der Auszubildende übernommen wird. 

Von Kathrin Götze

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