Leichenfund bei Neustadt

Kopfloser lag bereits mehrere Wochen im Wasser

Ein kopfloser Toter wurde in Bordenau aus der Leine gezogen.

Ein kopfloser Toter wurde in Bordenau aus der Leine gezogen.

Neustadt am Rübenberge. Bei der Obduktion des Leichnams fanden die Rechtsmediziner Hinweise darauf, dass der weiterhin unbekannte Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Wie genau der Mann ums Leben gekommen ist, dazu will sich die Behördensprecherin derzeit nicht äußern.

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Die weiteren Untersuchungen haben ergeben, dass die Leiche bereits mehrere Wochen im Wasser gelegen hatte, bevor sie von einem Kanufahrer entdeckt wurde. Der Tote ist 1,80 bis 1,90 Meter groß, etwa 100 bis 110 Kilo schwer und war bekleidet mit einem roten Poloshirt, einer schwarzen Hose von Tchibo, gestreiften Boxershorts und schwarzen Halbschuhen der Marke Rieker in Größe 43 mit orthopädischen Einlagen. Er trug keine Papiere oder andere Dokumente bei sich. Aus diesem Grund steht die Nationalität des Toten bislang nicht fest.

Mit diesen Bildern sucht die Polizei nach Bekannten des Toten

Dieses Shirt hat der Tote getragen.

Dieses Shirt hat der Tote getragen.

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Die Schuhe des Toten.

Die Schuhe des Toten.

Für die Ermittler der MK „Leine“ wird es in den nächsten Tagen darum gehen, herauszufinden, wo der Mann ins Wasser geworfen wurde und wo sich der eigentliche Tatort des Verbrechens befindet. Auch die Klärung der Identität des Toten wird oberste Priorität haben. „Ob von der Leiche nach der langen Liegezeit im Wasser noch Fingerabdrücke zu nehmen sind, ist fraglich“, sagt Staatsanwältin Söfker. Auch ein DNA-Abgleich könnte schwierig werden, es sei denn, der genetische Fingerabdruck des Toten wurde bereits im Zusammenhang mit anderen polizeilichen Ermittlungen gespeichert.

Der Fall erinnert an den Mord an dem Rentner Bernd M. aus Herrenhausen, der bis heute nicht geklärt ist. Teile seiner Leiche wurden im Sommer 2015 im Mittellandkanal gefunden. Vom Kopf fehlt weiter jede Spur. Am ersten Weihnachtsfeiertag stießen Paddler auf der leine ebenfalls in Herrenhausen auf einen zum Teil skelettierten Unterkörper. Auch dieser Fall ist nicht abgeschlossen. Im November 2012 bargen Feuerwehrtaucher Teile der Leiche von Andrea B. aus dem Maschsee. Das Landgericht Hannover verurteilte den Mörder der Frau später zu zwölf Jahren Haft. Zwei Jahre zuvor war am Ufer der Ihme die zerstückelte Leiche von Monika P. entdeckt worden. Auch dieser Mord ist bis heute ungesühnt.

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